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Verdächtige bleibt in Haft

Frühchen-Fall am UKGM Verdächtige bleibt in Haft

Die Krankenschwester, die Anfang Februar unter dem Verdacht festgenommen worden war, auf der Frühchenstation des UKGM mindestens ein Baby mit Narkosemitteln vergiftet zu haben, bleibt weiter in Untersuchungshaft.

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Quelle: Michael Bahlo

Marburg. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ute Sehlbach-Schellenberg, sagte auf Nachfrage der OP, der Haftbefehl gegen die Frau werde aufrechterhalten. Sie gelte nach wie vor als dringend tatverdächtig.

„Selbstverständlich“ überprüfe die Staatsanwaltschaft regelmäßig, ob Haftgründe weiter vorliegen. Beim Verdacht auf schwere Straftaten wie im ­Frühchen-Fall gelten laut Strafprozessordnung neben dem dringenden Tatverdacht nicht nur Flucht- oder Verdunkelungsgefahr als Haftgründe, sondern auch die Schwere der Tat.

Ist sechs Monate nach der Festnahme keine Anklage erhoben, muss das Oberlandesgericht laut Strafprozessordnung über die Fortdauer der Untersuchungshaft entscheiden. Das wäre im Frühchen-Fall im August.

Unterdessen kann die Staatsanwaltschaft noch immer nicht über Erkenntnisse aus der Obduktion eines anderen Frühchens berichten, das im Februar exhumiert wurde. Exhumierungen erforderten besonders weitreichende Untersuchungen, sagte Sehlbach-Schellenberg. Wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, wollte sie nicht prognostizieren: „Die Untersuchungen dauern solange, bis sie abgeschlossen sind.“ Die Staatsanwaltschaft habe zahlreiche weitere Zeugen vernommen.

von Till Conrad

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"Frühchen-Fall"
Laut eines Berichts der BILD-Zeitung sollen die Proben ausgewertet und die entsprechenden Substanzen in geringer Menge nachgewiesen worden sein. Dies bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht. Foto: dpa

Im Fall der schweren Medikamentenvergiftung bei einem in der Marburger Kinderklinik geborenen Frühchen hat die Staatsanwaltschaft Marburg weitere Ermittlungsschritte eingeleitet.

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