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Verbundschule startet mit Aktionstag

Gemeinsam malen Verbundschule startet mit Aktionstag

Am Montag startete das neue Schuljahr und mit ihm die örtliche Zusammenlegung der Klassen in der neuen Verbundschule. Gestern gab es zum Kennenlernen einen Aktionstag in der Uferstraße.

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Die Schüler der neuen Verbundschule fertigten Bilder auf Leinwänden an und präsentierten diese anschließend auf dem Schulhof .Fotos: Peter Gassner

Marburg. Mit einer gemeinsamen Mal-Aktion in den Räumen der ehemaligen Friedrich-Ebert-Schule veranstaltete die Verbundschule eine „erste Gemeinschaftsmaßnahme“, wie es der stellvertretende Schulleiter Klaus Schäfer ausdrückte.

Die Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 10 wurden in verschiedene Gruppen gelost, bei deren Zusammensetzung die Klassenzugehörigkeit keine Rolle spielte. Mit diesem Verfahren sollten die Jugendlichen auch den jeweils anderen Teil der Schülerschaft kennenlernen.

Jede Gruppe bekam eines der neun Oberthemen vorgegeben, zu denen sie die Leinwand in bunten Farben bemalen sollten. Die Themen lauteten „Neustart“, „Uferstraße im Abendrot“, „Willy-Mock-Straße im Morgentau“, „Eine Schule will hoch hinaus“, „Vielfalt ist Stärke“, „Gemeinsam sind wir stark“, „Der Zauber des Anfangs“, „Lahnparty“ und „Nur die Liebe zählt“.

Um ihre Wunschfarben einsetzen zu können, mussten die Schüler sich diese an auf dem Schulhof aufgebauten Ständen erspielen.

An jedem der Stände saß ein Lehrer und stellte kleine Aufgaben, wie etwa einen Gänsemarsch oder einen Rap. Am Morgen hatte es bereits ein kleines Theaterstück zur Einführung in den Umgang mit den Farben und Leinwänden gegeben.Organisiert wurde der Aktionstag von Tobias Fiolka von der Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit (IKJG) und Silvia Jochem vom Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (BSJ). Die beiden Sozialpädagogen arbeiten an den beiden Schulstandorten und zeigten sich mit der Veranstaltung zufrieden. „Es ist toll, wie die Kinder das annehmen“, sagte Jochem und konnte sich in der Tat über eine engagierte Beteiligung vieler Schüler freuen.

Geteilte Meinungen unter den Schülern

Mehrheitlich nahmen diese die Zusammenlegung der beiden Schulen pragmatisch und äußerten sich aufgeschlossen zu der neuen Situation. Dennoch gab es auch Unzufriedene unter ihnen wie etwa eine Schülerin, die namentlich nicht erwähnt werden wollte. Es seien „leere Versprechungen gemacht worden“, klagte sie und kritisierte vor allem den Zustand der Klassenräume. Diese seien nicht, wie von der Schulleitung versprochen, renoviert worden, sondern stattdessen verdreckt. Auch die Lehrer wüssten „zum Teil gar nicht was sie hier heute machen sollen“. Ein anderer Schüler gab zu Protokoll, er könne sich über die Zusammenlegung „nicht äußern, ohne beleidigend zu werden“.

Schäfer wehrte sich gegen die Vorwürfe und verwies darauf, dass die Cafeteria und manche Klassenräume bereits renoviert seien. Die anderen Räume wollen die Lehrer seiner Aussage nach mit den Schülern selbst gestalten. „Dass hin und wieder alte Butterbrote hinter einem Schrank gefunden werden“, könne immer mal passieren und er wolle nicht abstreiten, dass es derartige Rückstände gegeben habe. Dennoch seien die Räume alle gereinigt worden, so Schäfer.

Einige Schüler hingegen waren positiver gestimmt und fanden es gut, dass sie nun „viele neue Leute kennenlernen“, wie etwa Anjuli Frensch sagte. Auch ihre Freundin Samah Hefny war dieser Meinung und fand den Aktionstag eine „coole Idee“. Über den noch fehlenden Namen für die Verbundschule äußerten sich alle Befragten relativ gleichgültig. Lehrerin Jea-nette Wasser bestätigte diesen Eindruck und sagte, der Name sei den Schülern egal. Für die Lehrer sei die Zusammenlegung der Schulen ebenfalls „versucht worden, verträglich zu gestalten“. So habe man Wünsche äußern können, um nicht wegen des Stundenplans ständig zu pendeln.

Die Ergebnisse der Mal-Aktion präsentierten die Schüler schließlich auf dem Schulhof. Zum Abschluss gab es am Mittag dann noch ein gemeinsames Grillen.

Für die Klasse 7 ist ein ähnliches Projekt in der Willy-Mock-Straße angedacht.

von Peter Gassner

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