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Verbotene Schläge und Erniedrigungen

Aktionstag für Kinder und Eltern Verbotene Schläge und Erniedrigungen

Kinder sind gewaltfrei zu erziehen: ohne Schläge, ohne Ohrfeigen. Dies ist seit 2000 Gesetz. Doch die Realität sieht oft anders aus.

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Manche Eltern erheben aus Hilflosigkeit die Hand gegen ihr Kind, wie unser Themenfoto zeigt.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Eine Mutter steht mit ihrem Sohn an der Kasse eines Supermarkts. Das Kind möchte etwas haben, die Mutter sagt nein. Das Kind fängt an zu weinen, und die Mutter prügelt auf ihren Sohn ein. Eine Szene, die Gudrun Siebke-Richter vom Marburger Kinderschutzbund vor Kurzem erlebte und die beim Einkaufen immer wieder zu beobachten ist. „Kein Außenstehender greift in solchen Situationen ein“, bemängelt Renate Oberlik, Vorsitzende des Kinderschutzbundes. Dabei gibt es seit dem 2000 Jahr ein Gesetz (§ 1631 BGB Abs. 2), das Kindern eine gewaltfreie Erziehung zusichert. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Handlungen sind danach unzulässig.

Dennoch ist Gewalt gegenüber Kindern beim Kinderschutzbund ein aktuelles Thema. Vor allem wenn sich Eltern trennen, Alkohol, Drogen, Frust und Arbeitslosigkeit im Spiel sind, kommt es häufig „zu Übergriffen auf Kinder“, sagt Gudrun Siebke-Richter.

Am morgigen Samstag findet am Kino Cineplex von 11 bis 16 Uhr ein Aktionstag für Kinder und Eltern statt. Eltern können sich über eine gewaltfreie Erziehung informieren. Für Kinder gibt es Dosenwerfen, Basteltische, Schminken und Musik.

von Heike Horst

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