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Vaupel legt Konzept vor

Altenhilfe-Umbau Vaupel legt Konzept vor

Sozialdezernent Egon Vaupel (SPD) stellt heute  im Sozialausschuss sein Konzept für die Neugestaltung der Altenhilfe am Richtsberg vor.

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Das Altenhilfezentrum der Stiftung St. Jakob am Richtsberg steht vor einem Umbau.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Eigentümerin des Gebäudes am Richtsberg in der Sudetenstraße 24 soll die Stiftung St. Jakob bleiben, die Bewirtschaftung erfolgt durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft.

Auch ansonsten soll sich einiges ändern: Das Altenzentrum  am Richtsberg soll durch die Renovierung der Wohnnutzung und Modernisierung „gemäß den Erfordernissen moderner stationärer Altenpflege“ weiterentwickelt und ausdifferenziert werden. Die Stiftung St. Jakob soll durch Renovierung und Modernisierung ein breit gefächertes Angebot an stationärer Pflege, Service-Wohnen sowie Beratung und Begegnung am Richtsberg realisieren, erläuterte Sozialdezernent und Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) im Gespräch mit der OP.

Und so sieht das neue Konzept des Magistrats aus:

Im Erdgeschoss des Hauses sollen in Kooperation mit der Stadt Marburg Angebote für die Beratung und die Begegnung von älteren Bürgern des Richtsbergs geschaffen werden. Dort sollen auch die Verwaltung der Altenhilfe St, Jakob und die Anlaufstelle für den ambulanten Dienst künftig Platz finden.

Statt bisher 80 Plätzen soll die Zahl der stationären Altenzentrum-Plätze reduziert werden. Das hatte OB Vaupel bereits im Juli angekündigt. Im rechten und mittleren Gebäudeblock werden nach Cölber Vorbild insgesamt 48 Altenpflegeplätze in vier modernisierten stationären Hausgemeinschaften mit je 12 Pflegeplätzen geschaffen.

Altersgerechte Wohnungen in Umgebung des Altenzentrums

Im Umfeld des Altenzentrums sollen von der Gewobau in deren Gebäudebestand altersgerechte Wohnungen eingerichtet werden, in denen beispielsweise für ältere Menschen Betreutes Wohnen möglich ist, die dann auch Service-Angebote der Stiftung St. Jakob in Anspruch nehmen können (Servicewohnen).

32 Pflegeplätze im linken Gebäudeteil sollen nach dem Umbau in einer Übergangsperiode abgebaut werden, und zwar abhängig vom Ausbau des Servicewohnens und der Pflegeangebote in den Stadtteilen. Wenn alles nach dem angestrebten Zeitplan läuft, wird das voraussichtlich nach der Fertigstellung der Umbauten im Januar 2018 erfolgen.

Einzimmer-Appartments, nicht nur für Studenten

Nach dem Rückzug der Stiftung St. Jakob aus den drei oberen Etagen aller Gebäude-Blöcke sowie aus dem linken Gebäude-Komplex sollen nach „Schönheitsreparaturen“ Einzimmer-Appartments für „allgemeine Wohnzwecke zu sozialen Mieten“ zur Verfügung gestellt werden. Diese Einzimmer-Appartments sollen nicht nur Studenten zur Verfügung stehen. Insgesamt sollen die Gebäude-Hülle sowie die Versorgungs- und Anlagentechnik des gesamten Hauses umfassend energetisch modernisiert und instandgesetzt werden. Hingegen soll im Innern nur der Bereich für die 48 Pflegeplätze in den vier stationären Hausgemeinschaften rundum saniert werden.

Vaupel rechnet mit Investitionskosten, die über zehn Millionen Euro liegen, aber deutlich geringer als Kosten für eine Komplettsanierung von 18 Millionen Euro. Genauere Zahlen könne er erst nennen, wenn es eine Entwurfsplanung gebe. Auf der Grundlage des Konzeptes sollen die Verantwortlichen der Marburger Altenhilfe St. Jakob GmbH, der Gewobau, sowie der Stiftung St. Jakob eine Konkretisierung des Konzeptes vornehmen und die für die Umsetzung notwendigen Beschlüsse vorbereiten. Dafür benötigt Vaupel eine Mehrheit im Stadtparlament. Eine Umsetzung des Vorhabens könnte dann nach der parlamentarischen Sommerpause im September starten.  In Bezug auf die Personalplanung der Stiftung St. Jakob sollen betriebsbedingte Kündigungen nach wie vor ausgeschlossen werden.

von Manfred Hitzeroth

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