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Vaupel gegen Marburger Sonderweg

Kita-Streik Vaupel gegen Marburger Sonderweg

Oberbürgermeister Egon Vaupel appelliert an den Städtetag, sich in die Tarifverhandlungen für die Erzieherinnen einzuschalten.

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Eltern und ihre Kinder besuchten den Haupt- und Finanzausschuss, um ihren Forderungen nach einem Ende des Kita-Streiks Nachdruck zu verleihen.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Vaupel sagte der OP, ein entsprechendes Schreiben sei auf den Weg gebracht. Am Dienstag hatten Elternvertreter im Anschluss an eine Demonstration auf dem Marktplatz in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Politiker aufgefordert, sich für einen schnellen Abschluss der Verhandlungen einzusetzen.

„Seien Sie kreativ, machen Sie Druck nach oben“, hatte Elternvertreter Harald Schmidt die Kommunalpolitiker aufgefordert. Die Belastung für die Eltern aufgrund des Streiks steige.

Vaupel betonte, die Stadt unterstütze die Forderungen der Erzieherinnen nach besserer Bezahlung; einen entsprechenden Beschluss hatte die Stadtverordnetenversammlung auf ihrer Sitzung im April gefasst. Es sei aber nicht Aufgabe der Politik, in Tarifverhandlungen einzugreifen.

Auch der Vorschlag von Eltern, die Stadt könne die Erzieherinnen schon einmal freiwillig besser bezahlen, stieß auf wenig Gegenliebe. „Wir sollten aus dem Tarifvertrag nicht ausbrechen“, sagte Vaupel. Für die Beschäftigten sei ein solcher Weg kein Vorteil, das zeigten Beispiele aus Gießen und Frankfurt.

Vaupel sagte in der Sitzung zu, seine Haltung noch einmal im Verband der kommunalen Arbeitgeber (VKA), dem Arbeitgeberverband in den Verhandlungen, deutlich zu machen. Der OP sagte das Stadtoberhaupt, er habe darüber hinaus auch beim Deutschen Städtetag angeregt, als Tarifpartner für die Erzieherinnen in Erscheinung zu treten.

von Till Conrad

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