Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Vaupel: Keine Windkraft gegen die Bürger

Marburg Vaupel: Keine Windkraft gegen die Bürger

Erneuerbare Energien sind für die Stadt Marburg und für die Stadtwerke unverzichtbar. Jetzt hat Oberbürgermeister Egon Vaupel Stellung zur Debatte um einen Windkraft-Standort auf den Lahnbergen bezogen.

Voriger Artikel
Haschisch lagerte im Keller einer Marburger Rentnerin
Nächster Artikel
Löschwasser-Reservoir tief unter der Erde

Windkraft gewinnt auch im Binnenland an Bedeutung. Der Standort Lahnberge ist in Marburg jedoch heftig umstritten. Archivfoto

Marburg. „Es ist nichts beschlossen“, sagte Oberbürgermeister Vaupel (SPD) gestern der OP zur Debatte über einen möglichen Windkraft-Standort auf den Lahnbergen. Das Thema beschäftigt zunehmend die Marburger auch in den östlichen Stadtteilen. Vaupel äußerte sich eindeutig: „Vor einer Visualisierung, einer bildlichen Darstellung der Höhe der Windräder, gibt es überhaupt keine Entscheidung.“ Der Rathaus-Chef ergänzte: „Es wird auch keine Entscheidung gegen die Bürger geben. Wenn das Stadtbild nachhaltig beeinträchtigt wird, werden auf den Lahnbergen keine Windräder gebaut.“ Er könne sich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht vorstellen, dass das Stadtbild nicht beeinträchtig werde. Dennoch setzt Vaupel – wie die Stadtwerke – auf regenerative Energien. Hessen sei auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien im Vergleich zu anderen Bundesländern ziemlich weit hinten – „da ist zu wenig passiert“, meint das Stadtoberhaupt. Für Vaupel ist Windkraft eine Alternative in einem kommunalen Energiemix, „die wir offensiv verfolgen müssen“. Alle Kommunen müssten, um die Klimaziele einzuhalten und dem „dramatischen Klimawandel“ entgegenzuwirken, auf dezentrale Stromproduktion setzen – „und das auf der Basis von regenerativen Energien“. Atomkraft sei keine Alternative.

Die Stadt werde in ihrer Stellungnahme zum Regionalplan Marburger Vorranggebiete nennen: Neben den Lahnbergen sind dies Cappel und der Görzhäuser Hof. Diese Gebiete müsse man erst einmal auf ihre Windkraft-Einigung prüfen. Ob sie überhaupt als Vorranggebiete in Frage kommen, ist fraglich. Nesselbrunn ist bereits aus dem Rennen.

von Uwe Badouin

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Marburg

Der frühere Erste Kreisbeigeordnete Thomas Naumann wirft den Grünen vor, den Marburgern in der Frage der Vorranggebiete für Windkraftanlagen auf den Lahnbergen Sand in die Augen zu streuen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr