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Vaupel: Investoren stehen bereit

Parkhaus-Pläne Vaupel: Investoren stehen bereit

Bisher wurde darüber nur hinter verschlossenen Türen gesprochen: Eine neue Möglichkeit für zusätzliche Abstellmöglichkeiten wäre ein Parkhaus, für das aber zunächst die Sparkasse – durch Verkauf des Grundstücks – den Weg frei machen müsste.

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So könnte ein Parkhaus in der Universitätsstraße – auf dem jetzigen Sparkassen-Parkplatz – aussehen. Erste Gespräche, aber keine Entscheidungen darüber, gab es bereits.

Quelle: Nadine Weigel, Sven Geske (Montage)

Marburg. Die Stadt sucht weiterhin nach zusätzlichen Parkflächen in der Innenstadt. Oberstadt-Anwohner und -Besucher benötigen Dauer- und Kurzzeitparkplätze in der Innenstadt, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD). „Das soll nicht heißen, dass wir schlecht aufgestellt sind, aber wir diskutieren darüber“, so Vaupel im OP-Gespräch. Er hatte Ende vergangenen Jahres erklärt, dass die Stadt den Bau eines sogenannten Regal-Parkhauses befürworte (die OP berichtete).

Das Prinzip eines solchen Parkhauses: Das Fahrzeug wird nach dem Abstellen automatisch in eine Parkbox befördert, zu der keiner Zugang hat. Sobald der Fahrer bei der Rückkehr ins Parkhaus das Ticket bezahlt hat, steht der Wagen im Übergaberaum zur Abfahrt bereit. Damals hatte Vaupel vom Pilgrimstein als möglichen Standort für ein neues Parkhaus gesprochen, also nur unweit des jetzigen städtischen Parkhauses.

Nun bestätigte er auf Nachfrage der OP, dass der Pilgrimstein sich für die Realisierung dieser Idee nicht so sehr eigne. Eine geeignetere Fläche wäre in der Universitätsstraße zu finden: Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf hat gegenüber ihrem Hauptgebäude ein Grundstück, das als Kunden-Parkplatz genutzt wird. Mehrere Investoren hätten Interesse, dort ein Parkhaus zu bauen, so Vaupel. „Wir haben mit Interessenten, der Sparkasse und den Investoren des Allianz-Hauses gesprochen“, sagte Vaupel. Bisher gibt es laut Vaupel nur „Interessenbekundungen“.

Bartsch: Noch keine Entscheidung gefallen

Ein Fuldaer Unternehmen hat das sogenannte Allianz-Haus an der Ecke Gutenbergstraße/Universitätsstraße gekauft und will dies zu einem größeren Tegut-Markt umbauen. Das dortige Parkdeck ist derzeit gesperrt, aber nach der Sanierung müssten dort Parkflächen zur Verfügung stehen. Dennoch möchte Vaupel, dass beide Grundstücke – die nur wenige Schritte voneinander entfernt sind – gemeinsam entwickelt werden.

Ein Parkhaus an der Universitätsstraße würde auch an das Grundstück Am Plan 3 angrenzen – dies gehöre der Stadt und werde dieses Jahr auch noch übergangsweise für schulische Betreuungsprojekte benötigt. Sobald aber das Gelände an der Otto-Ubbelohde-Schule fertig sei, könnte die Stadt das Haus Am Plan 3 für Wohnnutzung und Dienstleistungen wieder verkaufen, sagte Vaupel. „Wenn Wohnen, Leben, Studieren, Einkaufen in der Stadt funktioniert, ist das eine Grundlage für den Handel“, so Vaupel. Noch sei nichts beschlossen, doch habe er positive Signale vernommen, sagte Vaupel.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, Andreas Bartsch, sagte am Montag der OP: „Es gab bisher keinerlei Entscheidung oder tiefergehende Diskussionen dazu.“ Die Sparkasse als Grundstücksbesitzer habe auch keine konkrete Anfrage für den Verkauf ihres Grundstücks erhalten. Der Verkauf wäre die Voraussetzung für den Bau eines Parkhauses. Denn der Bau oder die Vermietung von Parkflächen gehöre „nicht zu den Kernkompetenzen“ der Sparkasse, betonte Bartsch.

von Anna Ntemiris

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