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Vaupel: „Ich weiß, wer mein Nachfolger wird“

OB-Kandidat Vaupel: „Ich weiß, wer mein Nachfolger wird“

Die rot-grüne Koalition sucht weiterhin nach ­einem geeigneten Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im Juni, doch der derzeitige Amtsinhaber hat seinen Nachfolger bereits im Blick.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel auf dem Nominierungsparteitag für Matthias Acker. Die SPD sucht nach einem neuen OB-Kandidaten.

Quelle: Florian Gaertner

Marburg. Dies sagte Egon Vaupel (SPD) mit einem Augenzwinkern am Mittwochabend im Sozialausschuss. Vorausgegangen war die Diskussion über das Projekt MABISON – eine Initiative, bei dem benachteiligten Jugendlichen unter anderem der Zugang zu Sportvereinen erleichtert werden soll. In der Vorlage vor dem Ausschuss war das Projekt dem Dezernat des Oberbürgermeisters zugeordnet – was den Einwand der Stadtverordneten Andrea Suntheim-Pichler (BfM) hervorrief, der neue OB stehe ja noch gar nicht fest.

Als SPD-Mann davon ausgehend, dass ein Kandidat seiner Partei am Ende gewählt werde, sagte Vaupel: „Ich weiß schon, wer mein Nachfolger wird.“ Der Neue sei „jemand, den ich schon lange kenne und bei dem ich weiß, dass er sich gut um dieses Projekt kümmern wird“ – eine Beschreibung, die beispielsweise auf Sportamtsleiter Björn Backes passen würde, der bereits von der OP zum Kandidatenkreis gezählt wurde. Backes wollte sich zur Kandidatennominierung bei der SPD jedoch nicht äußern.

„Unter 750 Parteimitgliedern ein großes Potenzial“

Auf Anfrage bestätigt Vaupel, „dass ich natürlich an der Diskussion beteiligt bin und genauso wie meine Partei eine Vorstellung habe“. Über die bereits genannten Kandidaten hinaus gebe es „unter den 750 Parteimitgliedern ein großes Potenzial, aus dem geschöpft werden kann“. Unter den Namen, die intern diskutiert worden seien, sei „auch einer, der bisher noch nicht aufgetaucht ist“.

Er habe „nichts zu entscheiden“, betont Vaupel, doch glaubt er weiterhin, „dass eine Lösung von außen keine richtige Entscheidung wäre“. Unabhängig vom letztendlichen Amtsbewerber „können und müssen wir selbstbewusst sein“. Die rot-grüne Koalition habe in den vergangenen Jahren „gute Arbeit“ gemacht und könne dementsprechend „mit einer positiven Bilanz in den Wahlkampf gehen“.

Die SPD habe als ersten Schritt „reflektiert, wie es in unserem Bereich aussieht“, gehe nun aber „ohne Festlegung, die kein Gespräch mehr möglich sein lässt“, in die Beratungen mit den Grünen.

von Peter Gassner

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