Das Traditionsrestaurant Bückingsgarten ist besonders im Sommer seit Jahren ein beliebter Anlaufpunkt für Marburger und Touristen.
Marburg. Nach seiner Information werde der gastronomische Betrieb in dem Restaurant mit zentraler Lage unterhalb des Marburger Schlosses auf jeden Fall weitergeführt. Seit Januar war Bückingsgarten geschlossen, der Pächter des Restaurants hatte für den Bückingsgarten Insolvenz angemeldet (die OP berichtete am Mittwoch). In dem Antrag der „Linken“, der der OP vorliegt, wird der Magistrat aufgefordert, sich um die Pacht oder den Rückkauf der Gaststätte Bückingsgarten zu bemühen und ein Konzept zu entwickeln, wie diese zugleich gastronomisch und für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen genutzt werden kann.
Begründet wird der Antrag der „Marburger Linken“-Fraktion damit, dass Bückingsgarten ein wegen seiner einzigartigen Lage geschätztes Marburger Lokal sei. „Die Insolvenz des Pächters weist darauf hin, dass diese Führung dieses Lokals als ausschließlicher Wirtschaftsbetrieb kein tragfähiges Konzept mehr ist“, meinen die Linken. Der Universitätsstadt Marburg erwachse somit die Herausforderung und Chance, moderne Ausbildungs-, Wirtschaftsförderungs- und Sozialpolitik an dieser Stelle attraktiv miteinander zu verbinden. OB Vaupel sagte der OP aber am Mittwoch, dass es seiner Kenntnis nach bereits einen neuen Pächter für das Restaurant gebe, dessen Name er aber noch nicht nennen könne.
Der Fortbestand des Bückingsgartens sei gesichert und es gebe eine gute Zukunftsperspektive für das Marburger Traditionsrestaurant Auf Anfrage der OP wollten die Inhaber des Bückingsgartens, die das Restaurant vor rund 10 Jahren von der Stadt erworben und an einen Pächter vermietet hatten, dazu gestern jedoch keine Stellung nehmen. OB Vaupel sagte der OP, dass die Stadt Marburg keine Immobiliengesellschaft sei. Sie müsse jedoch dafür Sorge tragen, dass traditionelle Häuser wie der Turnergarten oder Bückingsgarten erhalten blieben. Vaupel zeigte sich jedenfalls zuversichtlich, dass es einen guten Weg geben werde, um Bückingsgarten auch weiterhin zu erhalten.
von Manfred Hitzeroth
Kommentare
Winterloch? Karl-Heinz Bollmann (Haas) – 13.06.10
Ein erstaunliches und wohl eher auf ein fehlen von hinreichend kaufmännisches- und/oder betriebswirtschaftliches Wissen zurückzuführendes Phänomen, dass die Pächter des Bückingsgarten den "Laden" nicht am Laufen halten konnten.Vor allem die Touristen drängeln zumindest von Frühjahr bis Herbst über die Schlosstreppen oder per BUS/Auto zum Schloss. Publikum und entsprechende Konsumkraft ist also vorhanden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Bücklingsgarten pmdance – 25.03.10
mehr festangestelltes Personal statt Aushilfen und Azubis im Service/Küche steigert schonmal das Niveau- angemessene Bezahlung/Arbeitszeiten tragen zur Motivation bei, mehr Inkassokellner/Werbung.... Ein guter Freund arbeitete bis zuletzt dort und ich kann euch sagen, die Angestellten hatten es nicht leicht. Bei so viel Arbeit und so wenig Personal kann man ja gar keinen Service abliefern der nur im entferntesten mit "Liebe zum Detail" zu tun hat. Und ein bisschen Deko holt das auch nicht mehr raus... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenBückingsgarten FM – 14.03.10
Und trotz der guten Lage lief es nicht, warum wohl...?Macht einen Kindergarten daraus, dann wurde etwas sinnvolles und gemeinnütziges geschaffen... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Bückingsgarten Marburger – 13.03.10
Aussicht allein nützt nichts ,ist auch nicht wirtschaftlich. Geld muss gemacht werden!Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Bückingsgarten Joh - www.foto-marburg.de.vu – 11.03.10
Wäre auch Schade gewesen, wenn er hätte schließen müssen. Es ist doch eine einmalige Lage mit guter Aussicht Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben