Navigation:
ABOplus Anzeigen- und Abo-Service

Marburg

Vater des Getöteten ist froh, dass niemand zum Trauermarsch kommt

Der befürchtete Aufmarsch rechtsgerichteter Personen blieb am Samstag in Marburg aus.
Freunde des Opfers haben einen Stein an der Unglücksstelle aufgestellt.
© Freunde des Opfers haben einen Stein an der Unglücksstelle aufgestellt.

Marburg. Noch Freitagabend hatte das Verwaltungsgericht Gießen einen Trauermarsch zum Gedenken an einen 25-jährigen Mann erlaubt. Das Gericht hatte damit Oberbürgermeister Egon Vaupel widersprochen, der den "Trauermarsch" verboten hatte, weil dieser nach Erkenntnissen der Polizei von der rechten Szene instrumentalisiert werden sollte. Doch am Samstag blieb es in Marburg ruhig, der "Trauermarsch" fand nicht statt.

"Ich bin sehr froh, dass niemand gekommen ist", sagte der Vater des getöteten 25-Jährigen am Samstag vor der Kneipe Bremsspur. Dort war es vor zwei Wochen zu der Auseinandersetzung gekommen, an deren Folgen Samuel F. gestorben war. Sein Vater bekräftigte noch einmal im Gespräch mit der OP, dass Samuel F. niemals zur rechtsgerichteten Szene gehört habe. "Er hat immer auch ausländische Freunde gehabt und es ist eine Schande, dass sein Tod nun für irgendwelche rechten Zwecke missbraucht wird. Es ist doch ohnehin alles so schlimm", betonte der 51-Jährige.

Auch Vertreter des Staatsschutzes und des Ordnungsamtes Marburg zeigten sich erleichtert, dass "sich die Marburger nicht vor den falschen Wagen spannen lassen".

von Nadine Weigel

Mehr dazu lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Zum geplanten Stellenabbau




Kommentare




Anzeige

Abo zur Serie




Fotowettbewerb




OP-Fanseite




OP-Twitter-Meldungen

Das ist die Frage!

Hoch zum Schloss

Muss das Marburger Landgrafenschloss attraktiver für Touristen und Einheimische gemacht werden?

Basketball-Bundesliga




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Nachttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug

Meinungsaustausch




Schulprojekt




Kochwettbewerb