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Urnenwand soll auf Cappels altem Friedhof entstehen

Ortsbeirat beschließt Urnenwand soll auf Cappels altem Friedhof entstehen

Der Ortsbeirat Cappel hat die Errichtung einer Urnenwand auf dem alten Friedhof beschlossen. Dieser sei leichter zu erreichen als der neue Friedhof, sagte Ortsvorsteher Heinz Wahlers.

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Ursula Eckstein (von links), Karin Schaffner, Walter Jugel, Heinz Wahlers, Erika Richter, Karl Otto Beckmann, Dietmar Dern, Helga Perwitz-McMahon, Arnulf Meyer bilden den Ortsbeirat Cappel.

Quelle: Lisa-Martina Klein

Cappel. Laut Wahlers sei der Wunsch nach einer Urnenbestattung in den vergangenen zehn Jahren erheblich gestiegen. Außerdem bestehe immer noch großer Bedarf an Begräbnisstätten auf dem Alten Friedhof. Deshalb solle dort wie zuvor schon in Wehrda eine Urnenwand entstehen. Pro Kammer können zwei Urnen untergebracht werden, wobei die Kosten sich bei einer Laufzeit von 20 Jahren auf 2000 Euro pro Kammer belaufen.

Etwas teurer somit als ein Bodenbegräbnis, auf Dauer sei die Urnenwand aber leichter instand zu halten. Jede Kammer kann mit einer individuell gestalteten Platte versehen werden. Unklar war bei der Ortsbeiratssitzung allerdings noch, wie hoch die Kosten für die Erbauung ausfallen würden. Auch gab es Diskussionen um die fehlende Ästhetik. Die Wand sehe aus wie ein Kriegerdenkmal aus den 70ern sagte ein Anwesender und auch andere Mitglieder stimmten zu, dass über die Ausführung noch einmal gesprochen werden muss. Bei acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung stimmte der Ortsbeirat über die Urnenwand ab.

Einen einstimmigen Beschluss gab es beim Tagesordnungspunkt, der den Umbau einer Doppelhaushälfte in der Tulpenstraße betraf. Dort soll, um Wohnraum zu gewinnen, eine Dachgaube angebracht werden, die aber im Bebauungsplan nicht vorgesehen war. Dem Ortsbeirat nach gebe es aber keine Bedenken eine solche zuzulassen. Wahlers befürchtete, dass nun ein „Dachgauben-Boom“ entstehen könnte und forderte eine generelle Lösung: Sollten also viele weitere Hausbesitzer eine Dachgaube bauen wollen, würde es in Zukunft keine Vorlegung der Anträge beim Ortsbeirat mehr bedürfen. Der vollständig erschienene Beirat stimmte diesem einstimmig zu.

Grundstücksbebauung war weiteres Thema

Weiteres Thema war die Bebauung des Grundstücks des verstorbenen Ewald Schott. An dem beliebten Ausflugsort am Teich soll nun ein Mehrfamilienwohnhaus mit neun Wohnungen auf drei Etagen und elf Stellplätzen entstehen. Eine Anregung aus dem Beirat betraf die Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern, die bisher nicht eingeplant wurden.

Wahlers gab anschließend einen Rückblick auf die 875-Jahr-Feier am 28. und 29. Juni, die mit dem 4. Dorffest in Cappel gefeiert wurde. Er zog eine positive Bilanz, denn auch wenn Einnahmen und Ausgaben noch nicht ganz feststünden, ein kleines finanzielles Plus, ist sich Wahlers sicher, gebe es schon. Viel wichtiger sei allerdings, die Cappeler Bürger auf so positive Art zusammen gebracht zu haben. „Der wohl häufigste gesagte und gehörte Satz an diesem Dorffest war wohl ‚schön dich mal wieder zusehen‘. Das ist schon viel wert“, freute sich Wahlers. Auch wenn viele große Vereine wie der TSV 1906 Cappel oder der Schützenverein aufgrund von Wettkämpfen nicht beim Dorffest anwesend waren, war doch die Liste der aktiven Beteiligten erfreulich lang.

Zum Abschluss sprach ein Mitglied noch die teils gravierenden Schlaglöcher in der Straße „Zur Aue“ an. Fahrradfahrer seien vor allem im Dunkeln sehr gefährdet. Wahlers schlug vor, diesen Mangel über den „Mängelmelder Marburg“ zu melden.

von Lisa-Martina Klein

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