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Neuer Chef im Finanzamt Unterwegs in Hessen und in der Welt

Im Finanzamt Marburg-Biedenkopf in der Robert-Koch-Straße in Marburg wurde der ehemalige Vorsteher Jürgen Schuchardt verabschiedet.

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Ablösung: Der ehemalige Vorsteher des Finanzamts in Marburg, Jürgen Schuchardt (rechts) begrüßt Nachfolger Armin Naumann.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger Armin Naumann offiziell ins Amt eingeführt. Zu Ehren der beiden wurde im Finanzamt gefeiert, mit rund 200 Gästen, darunter zahlreiche Ehrengäste.

Bevor das Programm losgeht, stehen im Foyer des ersten Stocks einige Leute locker beisammen und unterhalten sich lebhaft. Dann geht es rasch in den Sitzungssaal einen Stock höher, wo schon das Büfett gedeckt und die Stehtische geschmückt sind für das festliche Mittagessen danach.

In einer Vitrine des Sitzungssaals stehen Urkunden von Fußballmeisterschaften, die Finanzämter miteinander ausgespielt haben. Rolf Reinhard, der Vertreter des Vorstehers, eröffnet die Veranstaltung. Gemeinsam mit vielen Ehrengästen verabschiedet er Jürgen Schuchardt und führt Armin Naumann in sein Amt ein. Ende Dezember letzten Jahres wurde Schuchardt 65, seine Dienstzeit war damit beendet. „Seit seiner Pensionierung ist er sozusagen ständig auf Weltreise“, zitiert Hölscher aus einem Text des Finanzamts. Reinhard meint über seinen ehemaligen Chef: „Wenn ich ihn heute so vor mir sehe, der Ruhestand ist ihm gut bekommen.“ Der gebürtige Alsfelder studierte in Marburg Rechtswissenschaft, war zunächst in Finanzämtern tätig, wurde dann Fachhochschullehrer in Rothenburg, wo es ihn 22 Jahre hielt. Zum Ende seiner Karriere war er 2001 bis 2011 Vorsteher des Finanzamts Marburg-Biedenkopf.

Für Armin Naumann, ursprünglich aus Aßlar, ist es nun schon seine vierte Amtseinführung als Vorsteher. „Seine Karriere in der Finanzverwaltung gleicht einer Städtereise durch Hessen“, meint Hölscher. Zehn Stationen hat er eingelegt, Vorsteher war der 57-Jährige in Schwalmstadt, Alsfeld und Schwalm-Eder. In Marburg ist er seit Juli tätig.

Eberhard Döring, Vorsteher des Finanzamts Gießen, lobt Schuchardt sehr. „Er kam überall gut an, von den Frauen gar nicht zu reden“, lacht Döring. Schuchardt sei verständnisvoll, im besten Sinne bodenständig, sei eine Autorität, ohne autoritär zu sein. „Man muss sich wirklich anstrengen, um mit dir in Streit zu geraten“.

Dann wendet sich Döring Armin Naumann zu: „Der König ist tot, es lebe der König.“ Naumann sei engagiert und meinungsfreudig, einer, der seine Standpunkte fest und manchmal auch beharrlich vertrete. Außerdem lobt er seinen „sozialen Anspruch“: „Er kümmert sich um seine Leute und setzt sich für sie ein“, so Döring.

Zum Schluss kommen Schuchardt und Naumann selbst zu Wort. Schuchardt: „Wie Sie mich gesehen haben, das beschämt mich ja teilweise, obwohl ich mich natürlich sehr freue.“ Er sagt, er schaue in dankbarer Erinnerung zurück auf eine spannende Tätigkeit, die ihn beglückt und erfüllt habe. Schuchardt spricht mit ruhiger Stimme und wirkt tatsächlich so bescheiden, wie Döring ihn beschrieben hat. Er dankt seiner ehemaligen „Mannschaft“ und sagt, er sei stolz auf sie. Naumann sagt, er könne bestätigen, dass er eine gute „Mannschaft“ übernommen habe. „Ich bin hier ganz toll aufgenommen worden“, freut er sich.

von Freya Altmüller

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