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Unterstützung für Flüchtlings-Berater

Ehrung für „Refugee Law Clinic“ Unterstützung für Flüchtlings-Berater

Am Freitagabend ist in der Aula der Alten Universität zum sechsten Mal der Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung verliehen worden.

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Professorin Susanne Buckley-Zistel (von links) freute sich, den Mitgliedern der „Refugee Law Clinic“ Gießen Peter Kämpfer, Jürgen Bast, Laura Hilb, Professor Paul Tiedemann und Lisa vom Felde zu gratulieren. Jasper Linke und Olga Klatschenko (ganz rechts) vertraten das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung, das einen Sonderpreis erhielt. Preisstifter Dr. Peter Becker, Universitätspräsidentin Professorin Katharina Krause und Laudator Simon Mason brachten den Gästen die besonderen Leistungen in ihren Ansprachen näher.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Dieser vom Marburger Anwalt Dr. Peter Becker gestiftete Preis über 10.000 Euro soll vor allem Projekten in der Friedens- und Konfliktforschung zugutekommen, die eine praktische Anwendung haben.

Das Auswahlkomitee, zu dem unter anderen die Politologin Professorin Ursula Birsl und die Leiterin des Fachbereichs der Friedens- und Konfliktforschung Professorin Susanne Buckley-Zistel gehören, entschied sich in diesem Jahr erstmals dazu, den Preis auf zwei Empfänger aufzuteilen.

Die eine Hälfte des Preises ging an die „Refugee Law Clinic“ in Gießen, die jährlich 15 ambitionierte Studenten theoretisch wie praktisch in der Beratung von Flüchtlingen bei der Antragsstellung ausbildet. „Leider hängt auch in unserem Rechtsstaat oft der Erfolg und Misserfolg dieser lebensentscheidenden Anträge von solchem Engagement ab, weswegen die Arbeit der von Professor Paul Tiedemann gegründeten Einrichtung und ihrer Studenten so enorm wichtig ist,“ bemerkte Laudator Otto Jäckel von der juristischen Friedensorganisation „IALANA“.

„Die Zustände bei den Verfahren sind mittlerweile unerträglich, die Beamten völlig überlastet, weil mit Dublin III und den oft unnötigen Nachkontrollen bereits anerkannter Flüchtlinge die Arbeitslast durch solche Überbürokratisierung noch zusätzlich erhöht wird“, ergänzte der Laudator.

Die zweite Preisträgerin Dr. Natasha Gill, die in ihrer ausgezeichneten Arbeit den Nutzen von Simulationstechniken für die Verbesserung von Mediations- und Verhandlungsfähigkeiten untersuchte, konnte ihren Preis leider nicht persönlich in Empfang nehmen.

Einen weiteren Anerkennungspreis stiftete Dr. Peter Becker dem Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung, das mit seinem jährlich veröffentlichten Konfliktbarometer die aktuellsten internationalen Tendenzen der Friedens- und Konfliktforschung auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

von Marcus Hergenhan

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