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Unterstützung für 71 Kinder in Kenia

Samburu-Hilfe Unterstützung für 71 Kinder in Kenia

Die Samburu-Hilfe blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Neben einer Reise zweier Vorstandsmitglieder nach Baawa (Kenia) hat der Verein auch sein 20-Jähriges Bestehen gefeiert.

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Der neue Vorstand der Samburu-Hilfe: (von links) Ina Scholl, Hans Rudolf, Helmut Heidlindemann, Edda Rudolf, Gerda Wied-Glandorf, Monika Hainbach-Roßbach und Michael Mailliart.

Quelle: Roßbach

Oberrosphe. Unter reger Beteiligung der anwesenden Mitglieder und Gäste wurden während der Jahreshauptversammlung der Samburu-Hilfe wichtige Fragen der Vereinsarbeit entschieden sowie ein neuer Vorstand gewählt.

„Die Arbeit in den vergangenen zwei Jahren war für uns zunächst fremd, neu und anders“, erklärte der Vorsitzende Helmut Heidlindemann. Nachdem der Gründer der Samburu-Hilfe, Alfred Knau, im Jahr 2011 verstorben war, musste sich der Verein neu organisieren.

Dabei habe die Aufgabenverteilung auf mehreren Schultern sehr geholfen, erklärte Heidlindemann. Besonders würdigte er seinen scheidenden Vorstandskollegen Heidi Eckl, Rainer Didszuweit, Dieter Klingelhöfer und Herbert Schmidt.

Geld für Stifte und Schulhefte

Der Verein unterstützt zurzeit 71 Kinder und ihre Familien aus Baawa mit Patenschaften. Das sind - wie Vorstandsmitglied Gerda Wied-Glandorf erklärte - 48 Prozent mehr als im Vorjahr. Wied-Glandorf hatte zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Michael Mailliart die kenianische Gegend Baawa, in der sich der Verein engagiert, im November 2013 besucht. Dort begleitet der Verein unter anderem die von Vereinsgründer Alfred Knau gegründete Primary School, die die Kinder der Gegend Baawa zurzeit bis zur sechsten Klasse besuchen können.

Bei ihrem Besuch war den Vorstandsmitgliedern aufgefallen, dass es in der Schule einen großen Mangel an Lehr- und Verbrauchsmaterialien gibt. „Viele der Kinder schrieben nur mit einem Bleistiftstummel oder teilten sich mit ihrem Nachbar ein Blatt Papier“, berichtete Wied-Glandorf. Auch das Dach der Schule sei dringend renovierungsbedürftig.

Der Vorstand schlug deshalb vor, die Patenschaftsgelder künftig verändert zu verteilen: Patenkinder, die die Primary School besuchen, sollen statt 20 Euro nur noch zehn Euro monatlich bekommen. Mit den übrigen zehn Euro soll die Schule gezielt unterstützt werden, beispielsweise um Schulhefte oder Stifte für alle Schüler zu kaufen.

Umbenannt nach Gründer Alfred Knau

„Das entspricht auch unserer Idee von Bildungsgerechtigkeit“, erklärte Wied-Glandorf. Die Primary School wird von über 600 Kindern besucht, von denen aber nur 37 Kinder Patenkinder sind.

Die Mitglieder stimmten dem Vorschlag zu. Beibehalten wird aber die volle Förderung von Patenkindern, die die Secondary School oder das College besuchen, da diese Schulgeld oder Studiengebühren bezahlen müssen.

Begonnen werden konnte bereits mit einer Erweiterung der Schule um einen Speiseraum und zwei weitere Klassenräume, so dass die Kinder die Schule zukünftig bis zur achten Klasse besuchen und dort auch einen Abschluss machen können.

Als großen Erfolg wertete der Vorstand auch die Tatsache, dass die Schule nach ihrem Gründer in „Alfred Knau Leirr Primary School“ umbenannt werden soll.

Vorstandsmitglied Mailliart erinnerte aber auch: „Die Schule ist kein Selbstläufer, sie wird immer unsere Unterstützung brauchen.“

Weitere Informationen zur Arbeit der Samburu-Hilfe gibt es im Internt unter www.samburuhilfe.de und beim Vorstand unter Telefon 06420/838138 oder per E-Mail an: helmut.heidlindemann@samburuhilfe.dew

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