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Unterschrift zu „Gesundheit für alle“

Stadt und Kreis werden Partner Unterschrift zu „Gesundheit für alle“

Die Universitätsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf wollen künftig bei der Gesundheitsförderung mit dem Ziel gesundheitlicher Chancengleichheit eng zusammenarbeiten.

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Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies und Landrätin Kirsten Fründt unterzeichneten die Vereinbarung.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Im Rathaus unterzeichneten Landrätin Kirsten Fründt und Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (beide SPD) eine Vereinbarung für den kommunalen Partnerschaftsprozess „Gesundheit für alle“.

Der Partnerprozess findet nach Auskunft der Beteiligten in enger Zusammenarbeit mit der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAGE) und dem Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) statt.

Das Thema werde in der Stadt als Querschnittsaufgabe gesehen, sagte Spies, im Mai wurde das Programm „Gesunde Stadt“ aufgelegt. Und die größten Gesundheitsförderer seien bereits jetzt die Kommunen, auch wenn das vielen unbekannt sei. Entscheidend seien oft die Lebenswelten und deshalb gebe es beispielsweise Sportanlagen.

Besondere Zielgruppe: sozial Benachteiligte

Fründt bezeichnete der Vereinbarung als „besonderen Schritt, der Start für einen Prozess sein soll, der ein Meilenstein wird“. Betrachtet werden sollten alle 
 Lebensbereiche, sozusagen das ganze Leben der Menschen vom Kleinkind bis zum hohen Alter. Im nächsten Schritt sollen auch alle anderen Kommunen im Landkreis beteiligt werden.

Das Gesundheitsamt ist bereits lange für Stadt und Kreis zuständig, jetzt können laut Fründt jeweils städtische und Kreisbehörden ebenfalls eng zusammenarbeiten. Denn viele Bereiche hätten mit Gesundheit zu tun oder könnten fördernd tätig werden. Das unterstrich Manfred Dickers­bach vom Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, der in einem Vortrag auf Möglichkeiten integrierter Handlungskonzepte der Kommune einging. Die Zusammenlegung von Zuständigkeiten kann seiner Auffassung nach förderlich sein, etwa 
Gesundheit und Arbeit oder 
Jugend.

Etwa 80 Prozent aller Ursachen der Gesundheitsgefährdung könne das Gesundheitswesen nicht beeinflussen, sagte er, deshalb müssen andere Akteure tätig werden. Besondere Zielgruppe seien sozial Benachteiligte, die besondere gesundheitliche Defizite aufweisen. Diese müssten aber auch selbst beteiligt werden und bestehende Strukturen müssten genutzt werden.

Dr. Sabine Totsche vom hessischen Ministerium für 
Soziales und Integration sagte in 
ihrem Grußwort, dass die nun besiegelte Kooperation zwischen zwei Gebietskörperschaften hessen- und ihrer Kenntnis nach auch bundesweit einmalig ist. „Ziel ist es, durch Austausch von Erfahrungen wichtige Prozesse in Gang zu bringen.“ Dabei erhielten sie gezielte Unterstützung, sicherte HAGE-Geschäftsführer Dieter Schulenburg zu.

von Heiko Krause

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