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Unter den ersten 37 Kandidaten sind 16 Frauen

Kreistagsliste der SPD Unter den ersten 37 Kandidaten sind 16 Frauen

Insgesamt 81 Kandidaten stehen auf der Kreistagsliste der SPD, wobei auf Platz 80 und 81 Marburgs Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Thomas Spies und Marburgs derzeitiger Oberbürgermeister Egon Vaupel stehen.

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Die beiden Spitzenkandidaten Kirsten Fründt und Sören Bartol.

Quelle: Manfred Schubert

Bauerbach. Große Zuversicht strahlten die Genossen auf dem außerordentlichen SPD-Unterbezirksparteitag zur Listenaufstellung für die Kreistagswahl 2016 aus. Zur Spitzenkandidatin auf Platz 1 wählten die 122 Delegierten Landrätin Kirsten Fründt mit dem besten Ergebnis unter den ersten fünf Bewerbern: 117 Stimmen.

2011 hatte die SPD 30 von 81 Sitzen gewonnen und war damit stärkste Fraktion im Kreistag geworden, 2014 wurde Kirsten Fründt Landrätin. „Wie viel anders und besser sehen die Rahmenbedingungen für unsere Listenaufstellung heute aus“, betonte der Bundestagsabgeordnete und Unterbezirksvorsitzende Sören Bartol. Mit Kirsten Fründt an der Spitze habe man endlich den Politikwechsel einleiten können, der für diesen Landkreis so nötig gewesen sei. „Wir haben gesagt, für uns stehen die Kommunen im Vordergrund, auch wenn die Lage schwierig ist. Wir haben die Kreisumlage gesenkt, was wichtig für die Kommunen und ihr Verhältnis zum Landkreis war“, sagte er zurückblickend.

"Kirsten war die Richtige für unseren Landkreis"

Allerdings werde dies durch die Politik der schwarz-grünen Landesregierung konterkariert mit der Neuregelung des kommunalen Finanzausgleichs. „Kirsten war genau die Richtige für diesen Landkreis, sie hat mit ihren Kompetenzen überzeugt. Damit ist für mich die Frage der Spitzenposition eindeutig beantwortet“, warb er um Bestätigung der Landrätin als Bewerberin auf Listenplatz eins.

Fründt betonte, es sei wichtig, eine starke sozialdemokratische Fraktion zu bekommen, um die politischen Ziele umsetzen zu können. Der demographische Wandel und damit verbundene Themen wie Wohnen und Leben im Alter, Kinderbetreuung und Schulstandorte seien große Herausforderungen. „Der Wahlkampf startet nicht Anfang nächsten Jahres, sondern jetzt und heute“, betonte sie und rief die Genossen angesichts sinkender Wahlbeteiligungen dazu auf, bei den Menschen Interesse dafür zu wecken, was vor Ort passiere. Das sei ein große Aufgabe und Verantwortung.

Für Fründt votierten von den 122 Delegierten 117 bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen. Auch auf die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt in Marburg am Sonntag schworen mehrere Redner die Genossen ein. Amtsinhaber Egon Vaupel hob nach dem vergangenen Wahlsonntag hervor, dass die SPD jetzt fast in ganz Mittelhessen die Oberbürgermeister stelle. „Wir haben noch nicht gewonnen, bis Sonntag müssen wir zu den Menschen auf die Straße“, forderte er, zeigte sich aber zuversichtlich. Bartol rief auch zur Unterstützung für Dr. Thomas Spies auf. „Es ist klar, dass er auf Platz 80 kandidiert, denn wir gehen davon aus, dass er am kommenden Sonntag Oberbürgermeister wird.“

Hintergrund
Bis Platz 34 sind sämtliche Kommunen vertreten. Unter den Kandidaten bis Platz 37 sind 16 Frauen, sieben Bewerber unter 35 Jahren und zehn neue Bewerber. Die ersten 25 Listenplätze: 1. Kirsten Fründt, Marburg; 2. Sören Bartol, Marburg; 3. Angelika Löber, Lahntal; 4. Werner Hesse, Stadtallendorf; 5. Silvia Demper, Dautphetal; 6. Detlef Ruffert, Steffenberg; 7. Monika Weigel, Breidenbach; 8. Klaus Weber, Kirchhain; 9. Inge Dörr, Lohra; 10. Joachim Thiemig, Biedenkopf; 11. Norbert Schüren, Marburg; 12. Karin Szeder, Marburg; 13. Dieter Engel, Wohratal; 14. Brigitte Klingelhöfer, Rauschenberg; 15. Harald Althaus, Wetter; 16. Lothar Mücke, Fronhausen; 17. Handan Özgüven, Stadtallendorf; 18. Roland Petri, Gladenbach; 19. Elisabeth Newton, Ebsdorfergrund; 20. Hans-Gerhard Gatzweiler, Neustadt; 21. Patricia Agricola, Lahntal; 22. Thomas Beck, Angelburg; 23. Hildegard Otto, Cölbe; 24. Philipp Hesse, Stadtallendorf; 25. Hans-Martin Seipp, Münchhausen.

von Manfred Schubert

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