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Empfang Universität als verbindendes Element

Als erster Gast trug sich der bolivianische Botschafter in das neue goldene Buch der Stadt ein und erinnerte an städtische Gemeinsamkeiten zwischen Marburg und seiner lateinamerikanischen Heimat.

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Der bolivianische Botschafter Jorge Cárdenas Robles trug sich in das goldene Buch der Stadt ein.
An seiner Seite: OB Dr. Thomas Spies und Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk. Foto: Tannert

Marburg. „Ich freue mich, zum ersten Mal in Marburg zu sein, hier ist es fast wie Zuhause“, sagte Jorge Cárdenas Robles am vergangenen Freitag im Gespräch mit den Stadtoberen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies empfing den hohen Gast im Magistratssitzungszimmer und begrüßte den Botschafter in dessen Landessprache Spanisch. Ihm sei es „eine große Ehre“, den Botschafter von Bolivien in Marburg begrüßen zu dürfen - und das in einer Stadt, die sich nicht nur der ältesten protestantischen Universität sondern ebenso „in ihrer Kleinstädtigkeit einer ungewöhnlichen Weltoffenheit und Internationalität“ rühmen könne, so der OB.

Dabei gibt es durchaus Parallelen zur südamerikanischen Heimat des Besuchers. Botschafter Robles stammt aus Sucre, der konstitutionellen Hauptstadt Boliviens, die ebenfalls als kleine Stadt stolz auf die zweitälteste Universität von Lateinamerika sein könne. „Die Welt ist klein, hier in Marburg zu sein - das ist wie Heimat“, lobte Robles, der zum ersten Mal in der hessischen Universitätsstadt weilte.

Als erster Besucher aus dem Ausland trug er sich in das neue goldene Buch der Stadt ein. Dessen literarischer Vorgänger war zur Zeit des Amtsantritts des neuen Oberbürgermeisters bereits wohl gefüllt und wurde offiziell geschlossen. Das Buch stelle „ein wichtiges Symbol und Signal“ einer bunten Stadt dar, die sich als Zuhause von Menschen aus rund 140 Nationen stets über Besucher aus dem Ausland freue, betonte Spies.

Der jüngste offizielle Gast berichtete aus der bolivianischen Geschichte, dem Weg aus der Kolonialisierung hin in die Demokratie der vergangenen Jahrhunderte. Heute entwickelt sich sein Land „zu einem neuen Bolivia“, das in der Moderne angekommen sei, sagte Robles, der besonders den hohen Anteil von Frauen, 51 Prozent, im Bundestag hervor hob - „einen der höchsten in der Welt“.

In Marburg nahm der Botschafter am vergangenen Wochenende am Finale der zehnten „Semana Latina“ teil und besuchte mehrere Konzerte mit Musik aus seiner Heimat.

von Ina Tannert

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