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Uniklinikum dreht an der Preisschraube

Parkgebühren Uniklinikum dreht an der Preisschraube

Parken am Uniklinikum wird teurer. Deutlich. Das Tagesticket kostet auf den Lahnbergen künftig zehn Euro. Bisher waren es drei.

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Neue Parkplätze, neuer Preis: Das Uniklinikum hat die Gebühren auf den Lahnbergen erhöht.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Matthias Elzer staunte bei seinem Besuch nicht schlecht. Aus Hofheim führte ihn der Weg nach Marburg. Seinen Wagen stellte er wie bisher immer an der Baldingerstraße ab. Als er nach seinem Besuch den Parkschein löste, packte ihn die Wut. Zehn Euro musste er für den Tagessatz zahlen. „Ich halte dies für eine Unverschämtheit und Abzocke gegenüber Besuchern und denen, die beruflich im Klinikum zu tun haben.“

Kliniksprecher Frank Steibli begründet die Gebührenerhöhung unter anderem mit den Investitionen in die Parkdecks mit 2,6 Millionen Euro. Darüber hinaus habe das UKGM in den vergangenen sieben Jahren keine Gebührenanpassung vorgenommen. „Das UKGM hat sich in der Gestaltung und Neufestlegung der Parkgebühren auf den Lahnbergen an den regionalen Gegebenheiten und an jenen anderer Großklinika orientiert“, sagt Steibli und verweist zudem auf die Erhöhung der Stadt Marburg. Dort koste eine halbe Stunde bereits 80 Cent. „Besucher parken seit Februar in der ersten halben Stunde kostenfrei. Dies ist besonders für Kurzzeitparker hilfreich, zum Beispiel für jene Besucher, die einen Angehörigen abholen möchten.“

Für die erste Stunde wird ein Euro fällig, ebenso für jede weitere. Der Tageshöchstsatz beträgt zehn Euro. Von 2006 an kostete jede Stunde 50 Cent, von Beginn an.

An der Meinung von Matthias Elzer ändert dies nichts. Er bleibt dabei, wirft dem Unternehmen Abzocke vor und fügt sarkastisch an: „Diese neue Geschäftsidee passt zum Rhön-Klinikum.“ Steibli verteidigt das Drehen an der Preisschraube, spricht von einer moderaten Anpassung. „Ein Tageshöchstsatz von zehn Euro und ein Euro pro Stunde ist nach unseren Recherchen im nationalen Vergleich an Großklinika nicht unüblich.“ Zumal die Verweildauer im Schnitt stets zwischen drei und dreieinhalb Stunden läge. Von Abzocke könne daher nicht die Rede sein.

Das Plus von 333 Prozent erklärt sich Matthias Elzer anders: „Sie (das UKGM, Anm. d. Red.) nutzen das Parkmonopol aus, nachdem alle anderen Parkmöglichkeiten außerhalb der Parkplätze verboten sind.“

von Carsten Bergmann

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