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Uni vereinfacht Zulassungsverfahren

Präsidium gibt rechenschaftsbericht Uni vereinfacht Zulassungsverfahren

Das Uni-Präsidium legte dem Senat den Rechenschaftsbericht für die vergangenen drei Semester vor. Es spricht von einem vergleichsweise moderaten Anstieg der Studierendenzahlen.

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Der Uni-Senat nahm gestern Nachmittag den Rechenschaftsbericht des Präsidiums entgegen. Foto: Tobias Hirsch

Marburg. Die Etappen-Ziele seien fast alle erreicht worden, zeigte sich Uni-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Krause zufrieden. Über die steigenden Studierendenzahlen informierte Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Harald Lachnit. Seit dem Wintersemester 2008/09 konnte Marburg einen Anstieg von 19 Prozent erzielen. Im vergangenen Wintersemester studierten insgesamt fast 23 000 Studenten an der Philipps-Universität davon knapp 17 000 in der Regelstudienzeit.

Dieser kontinuierliche Anstieg sei erfreulich, im hessischen ­Vergleich jedoch nur unterdurchschnittlich. Die Steigerungsrate anderer Universitäten hat Marburg noch nicht erreicht. Dies wertete Lachnit jedoch alles andere als negativ, im Gegenteil, das Studium ­gewänne dadurch eher an Qualität.

Um sich auf den zu erwartenden, durch doppelte Abiturjahrgänge ausgelösten Ansturm zahlreicher neuer Studenten im kommenden Wintersemester vorzubereiten, wird die Uni das Zulassungsverfahren vereinfachen und verlängern sowie vorhandene Kapazitäten der freien Fächer nutzen.

Insgesamt 33 Millionen Euro wird für das kommende Jahr aus dem Hochschulpakt 2020 für den Ausbau von Studienplätzen nach Marburg fließen. Aufgrund steigender Studentenzahlen wird es 2,5 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr geben. Der Budgetabschluss 2012 war besser als geplant, bedeute aber immer noch Verluste, sagte Kanzler Dr. Friedhelm Nonne.

Uni richtet drei zusätzliche Master-Studiengänge ein

Zufrieden zeigte er sich mit den gestiegenen Leistungen der Uni in den Bereichen Studierende, Absolventen, Einwerbung von Drittmitteln und Sonderprogrammen.

Des Weiteren konnten im Rahmen der wissenschaftlichen Weiterbildung vier Weiterbildungsstudiengänge eingerichtet werden. Die Uni plant außerdem drei weitere Master-Studiengänge einzuführen. Diese werden Kinderzahnheilkunde, Kulturelle Bildung an Schulen sowie Baurecht sein. Weitere werden folgen.

Daneben zeigte das Präsidium eine positive Zwischenbilanz in Bezug auf die Zielvereinbarungen zwischen dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie Marburg vor.

In der Forschung gab es ebenfalls positive Entwicklungen zu verzeichnen. Neue Verbundprojekte mit der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden geschlossen bzw. positiv vorbegutachtet.

Auch über die Verlängerung des Forschungsförderprogramms LOEWE-Zentrum - Synthetische Mikrobiologie bis 2015 freute sich das Präsidium. „Drei Schwerpunkte sind im Rennen“, sagte Prof. Dr. Ulrich Koert, Vizepräsident für Forschung, Nachwuchsförderung, Wissenstransfer und Internationales. Welcher gewinnen wird, entscheidet sich noch in diesem Monat.

Die Philipps-Universität konnte strategische Partnerschaften mit zwei chinesischen Spitzenuniversitäten eingehen.

Medizinische Fachbereiche rücken zusammen

Auch die stete Diskussion um die Zukunft der Rhön Klinikum AG kam auf der Sitzung zur Sprache. Gemeinsame Vereinbarungen zwischen Land, Konzern und Universität, wie unter anderem die Partikelmedizin, konnten nach wie vor noch nicht abgeschlossen werden. Trotz der „steten Turbulenzen“, so Krause, arbeite der Fachbereich Medizin nach wie vor sehr erfolgreich, werde teilweise geradezu gerühmt.

Der Landeslehrpreis ging an das Curriculum der Allgemeinmedizin. Die gemeinsame Herausforderung UKGM habe die beiden medizinischen Fachbereiche in Marburg und Gießen näher zusammengebracht. Sehr erfreut zeigte sich das Präsidium außerdem über die gemeinsame Forschungsallianz der beiden Universitäten.

Auf dem Gebiet der Gleichstellungsbemühungen gab es Fortschritte. Marburg stieg bei den DFG-Gleichstellungsstandards zum höchsten Rang (Rang vier, von vier) auf.

Die Aufgabe wird jedoch weiterhin lauten: Gleichstellung in allen Bereichen, betonte Krause.

von Ina Tannert

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