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Rückenschmerz anpacken

Uni sucht Teilnehmer für Studie

Das psychologische Schmerzteam um Dr. Julia Glombiewski untersucht an der Philipps-Universität Marburg die Wirksamkeit psychologischer Schmerzbehandlung.

Marburg. Glombiewski erforscht chronische Schmerzen seit mehr als zehn Jahren. Zudem bietet sie in der Psychotherapie-Ambulanz Marburg zusammen mit kooperierenden Schmerzärzten und Physiotherapeuten ein Behandlungsprogramm für Rückenschmerzpatienten an. Dieses Behandlungsprogramm wurde bereits mehrmals für herausragende Therapieerfolge ausgezeichnet.

Zuletzt leitete Glombiewski ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstütztes Projekt.

Gezielte Übungen können helfen

Innerhalb einer groß angelegten Therapiestudie wurden zwei unterschiedliche Formen der Verhaltenstherapie zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen miteinander verglichen. Dabei lernen Patienten durch gezielte Übungen ihre Angst vor Verletzung und Schmerzen zu überwinden und dadurch ihre Aktivität im Alltag zu steigern. So können sie längst aufgegebene Tätigkeiten wie zum Beispiel länger Sitzen, Stehen, Bücken, Reiten oder Fahrrad fahren in Zusammenarbeit mit ihrem behandelnden Therapeuten wieder aufnehmen.

Im Anschluss an diese groß angelegt Therapiestudie möchte das psychologische Schmerzteam der Philipps-Universität Marburg nun weiterhin erforschen, wie und warum psychologische Schmerztherapie wirkt.

Teilnehmer beantworten Fragen

Um Wissen über psychotherapeutische Wirkfaktoren zu erhalten, beantworten die Studienteilnehmer im Rahmen der Studientherapie täglich einige Fragen auf einem iPod-Touch. So kann der individuelle Therapieverlauf der Patienten detailliert nachvollzogen werden. Die Teilnehmer werden darüber hinaus sowohl am Anfang als auch am Ende der Therapie ausgiebig über ihren persönlichen Behandlungsfortschritt befragt und aufgeklärt.

Zurzeit werden weitere Studienteilnehmer, die seit mindestens sechs Monaten unter chronischen Rückenschmerzen leiden, zur Teilnahme an der Anschlussstudie gesucht. Interessierte wenden sich an die Diplom-Psychologin Lea Schemer, Telefonnummer 06421/2824028, Kontakt per E-Mail an: schmerzstudie@uni-marburg.de

[Carina Becker]

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