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Uni präsentiert ihre Schätze in Buch

Reich illustriert Uni präsentiert ihre Schätze in Buch

Als Begleitpublikation zum „Studium generale“ in diesem Wintersemester ist im Jonas-Verlag das Buch „Schätze der Wissenschaft“ erschienen. Graue Schrift auf blauem Hintergrund: Ganz schlicht und ohne Schnörkel präsentiert sich der Einband für die Publikation, in der die Kleinodien der Philipps-Universität vorgestellt werden.

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Das Skelett des Elefanten Jack ist in dem Buch zu sehen.

Quelle: Philipps-Universität Marburg

Marburg. In diesem Fall fungiert das Buchcover wie eine schmucklose Schatzkiste. Die von ihr umschlossenen „Schätze der Wissenschaft“ sind im Buchinneren auf 256 Seiten beschrieben und werden mit 223 farbigen Abbildungen eindrucksvoll in Szene gesetzt. „Die 34 wissenschaftlichen Sammlungen in Marburg gehören zu den besonders wertvollen Schätzen der Philipps-Universität. Ihre große Vielfalt bereichert die Lehre und führt zu neuen Forschungsergebnissen“, heißt es im Vorwort, für das die beiden Buch-Herausgeber – Uni-Vizepräsident Professor Joachim Schachtner und Uni-Museumschef Dr. Christoph Otterbeck – gemeinsam verantwortlich zeichnen.

Auch materiell gesehen haben die Kostbarkeiten, die in der Universität über Jahrhunderte von Wissenschaftlern gesammelt wurden, einen hohen Wert. Doch wie viel sie insgesamt wert sind, konnte auch vor rund einem Jahrzehnt bei einer Anfrage des Wissenschaftsministeriums aus Wiesbaden nicht genau beziffert werden, erläuterte Dr. Kornelia Grundmann vom „Arbeitskreis Universitäre Sammlungen“ am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Uni-Museum.

Skelett des 1863 erschossenen Zirkuselefanten Jack

Auf jeden Fall kommt mindestens ein zweistelliger Millionenbetrag zusammen, schätzt Museumsleiter Otterbeck. Unabhängig davon hätten die Uni-Schätze für die Forscher einen „unschätzbaren“ Wert und noch nicht alle dieser Schätze seien schon gehoben worden, meint Otterbeck.

„Vielleicht können sie plötzlich die Antworten auf bisher ungelöste Fragen geben“. Die Vielfalt der Marburger Uni-Sammlungen ist beeindruckend: Sie reicht vom Museum Anatomicum, in dem unter anderem Embryos und kunstvoll präparierte Körperteile und Skelette zu sehen sind, bis hin zur Zoologischen Sammlung, zu der unter anderem das Skelett des 1863 in Kirchhain erschossenen Zirkuselefanten Jack zählt.

Früher als Arzneimittel eingesetzte getrocknete Eidechsen aus der Pharmakognostischen Sammlung, Gipsabdrücke von antiken Skulpturen aus der Abguss-Sammlung oder Bildteppiche und Ritterrüstungen in der kulturgeschichtlichen Sammlung des Uni-Museums sind weitere Beispiele für interessante Forschungsobjekte. Zwar können nicht alle der 34 Museen, Archive und Sammlungen der Uni regelmäßig besichtigt werden, jedoch sind sie zum größten Teil nach Absprache ansehbar.

Alle Info-Adressen und -telefonnummern finden sich in dem neuen Buch. Erstmals öffentlich vorgestellt wird das neue Buch am Mittwoch, 26. November, ab 19 Uhr im Audimax im Uni-Hörsaalgebäude, Biegenstraße 14. Die Herausgeber und einige der Autoren werden dabei die Konzeption vorstellen und das Buch kann käuflich erworben werden.

Die Buchpräsentation ist gewissermaßen das Vorprogramm zum turnusmäßigen Vortrag beim Studium generale, das in diesem Semester ganz im Zeichen des Themas „Wissenschaftliche Sammlungen“ steht. Ab 20.15 Uhr hält Christoph Otterbeck im Audimax einen Vortrag über „Kunst im Museum, Kultur im Schloss – für wen?“

  • Christoph Otterbeck, Joachim Schachtner (Hg.): Schätze der Wissenschaft. Die Sammlungen, Museen und Archive der Philipps-Universität Marburg. Jonas Verlag. 256 Seiten. 30 Euro.

von Manfred Hitzeroth

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