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Uni muss Studentenberg bewältigen

Rekordzahlen Uni muss Studentenberg bewältigen

Das Wintersemester an der Philipps-Universität startet mit einer erneuten Rekordzahl an Studierenden und verstärkten Anstrengungen, die Qualität der Lehre aufrechtzuerhalten.

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Heute ist der Semesterstart an der Marburger Universität. Ab dann werden wieder viele Studenten zu den geisteswissenschaftlichen Türmen an der Stadtautobahn strömen, wie auf unserem Foto aus der Orientierungswoche. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Wenn an diesem Montag offiziell das Wintersemester 2013/2014 beginnt, wird sich wieder eine große Zahl von Studierenden von der Mensa durch die Unterführung unter der Stadtautobahn hindurch in Richtung der geisteswissenschaftlichen Türme bewegen. Mindestens genauso voll wird es auch im Hörsaalgebäude der Universität und in den weiteren Hörsälen und Seminarräumen der Philipps-Universität im Lahntal und auf den Lahnbergen sein.

Denn die Uni-Verantwortlichen melden nach dem Anstieg der Studierendenzahlen in den vergangenen Jahren ein erneutes studentisches „Allzeithoch“. Nach den derzeitigen Schätzungen des Präsidiums liegt die Zahl derer, die eingeschrieben sind, bei 25042 Studierenden. Zum Vergleich: Das sind rund 1500 Studenten mehr als vor einem Jahr. Die Marburger Uni-Spitze ist auf den „Run“ vorbereitet, der unter anderem wegen der doppelten Abiturjahrgänge bereits seit einigen Monaten erwartet wurde.

Zwöl Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland

„Mit flexibler Organisation werden alle Raumkapazitäten ausgeschöpft. Um die fachliche Betreuung der Studierenden zu verbessern, ist schon im vergangenen Jahr das große Projekt ,Für ein richtig gutes Studium‘ mit zusätzlichen Mitteln aus dem Qualitätspakt Lehre angelaufen“, erläutert die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause.

6732 Studierende sind zum aktuellen Wintersemester im ersten Fachsemester eingeschrieben, teilte Johannes Scholten von der Marburger Uni-Pressestelle auf Anfrage der OP mit. Mehr als 5000 davon sind Erstsemester, die völlig neu an eine Universität kommen. Besonders voll wird es im Fachbereich Rechtswissenschaften, im Fach „Betriebswirtschaftslehre“, bei den Lehramtsstudenten sowie im Fach Medienwissenschaften, berichtet Scholten.

Wissenschaftsfest "Campus Marburg"

Die Uni Marburg wird übrigens auch internationaler: Rund 12 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland. Im „Rekordsemester“ gibt es zudem eine Neuerung, die für eine noch stärkere Verschränkung von Stadt und Uni sorgen soll.

Zum ersten Mal veranstalten Stadt und Universität in diesem Herbst gemeinsam ein großes Wissenschaftsfest: Unter dem Titel „Campus Marburg“ können Studenten und Bürger am Freitag, 15. November, ab 15 Uhr Stadt und Universität in einem unterhaltsamen und lehrreichen „Intensivkurs“ kennenlernen. Auch die Nachbaruniversität in Gießen vermeldet Rekordzahlen. Rund 26500 Studierende sind dort nach Mitteilung der Gießener Uni-Pressestelle zum Start des Wintersemester eingeschrieben, und damit etwa 500 mehr als im Jahr davor. „Wir freuen uns natürlich über die Beliebtheit des Studienangebots. Andererseits sind wir mit so vielen Studierenden erneut jenseits der Kapazitätsgrenze “, kommentierte der Gießener Uni-Präsident Professor Joybrato Mukherjee. Mit einer „Task Force“ will die Gießener Uni-Leitung dem Massenansturm begegnen.

von Manfred HItzeroth

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