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Uni dient als Kulisse für Fernsehfilm

"Besser spät als nie" Uni dient als Kulisse für Fernsehfilm

Gestern war der Marburger Drehstart für den ARD-Fernsehfilm "Besser spät als nie", für den in den nächsten zwei Wochen in der Universität und der Oberstadt gedreht wird.

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Gruppenbild mit Skelett: Die Schauspieler Ole Micha Spörkel (von links), Nele Mueller-Stöfen und Patrick Heyn posieren mit Produzentin Nina Philipp, Schauspielerin Helen Woigk und Regisseur Christoph Schnee für ein Pressefoto am Set der Dreharbeiten im Hörsaal des Anatomie-Institutes. Fotos: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Nina Philipp, die ausführende Produzentin des Films, singt ein Loblied: „ Marburg ist eine der schönsten Universitätsstädte unseres Landes. Hier verbindet sich Geschichte mit der Zukunft: die pittoreske Altstadt lädt zum Flanieren, und gleichzeitig pulsiert überall das junge studentische Leben.“ Kaum anderswo in Deutschland sei Wissenschaft optisch so präsent wie in den Hörsälen der Marburger Fakultäten, meint Philipp. Marburg-Know-how erhielt das Filmream, das seit gestern in Marburg an Original-Schauplätzen der Uni dreht, vorab von Claudia Luzius, Redakteurin der ARD-Produktionsfirma „Degeto“, die in den 90er Jahren in Marburg studiert hat. „Ich kenne diese wunderbare Uni-Stadt wie meine Westentasche“, erzählt Luzius.

Zum Drehstart präsentierte sich zumindest das Marburger Wetter noch nicht von seiner Schokoladenseite. Draußen prasselte der Regen, während drinnen im Anatomischen Institut die ersten Szenen des Films mit dem Arbeitstitel „Besser spät als nie“ abgedreht wurden. Im Mittelpunkt der Handlung steht Catrin (Nele Mueller-Stoefen), die ihr Medizinstudium abgebrochen hatte, nachdem ihre Tochter Annika (Helen Woigk) geboren wurde. Jetzt, mehr als 20 Jahre später, besucht die Berlinerin ihre Tochter, die ihrerseits ein Medizinstudium in Marburg begonnen hat, an ihrem Studienort. Catrin ist von der Marburger Uni-Atmosphäre so begeistert, dass sie spontan beschließt, ihr Studium fortzusetzen, und zwar „Besser spät als nie“. Wie sie als Mittvierzigerin unter jungen Erwachsenen besteht, ist ein Thema des Films. Stefan Gille, früher am Ensemble des Hessischen Landestheaters Marburg, spielt in einer Nebenrolle einen Uni-Dozenten.

Gestern wurden Szenen im Hörsaal und im Präparationssaal der Anatomie gedreht, bei denen auch einige der rund 200 vorwiegend studentischen Komparsen teilnahmen. „Es ist toll, dass so viele Studierende mitmachen wollten“, freut sich Nina Philipp. Die Uni-Bibliothek an der Stadtautobahn und die Alte Universität sind weitere Drehorte in den nächsten Tagen. Die Filmcrew hat sogar einen eigenen Catering-Wagen aus Berlin mit dabei, wo der erste Teil des Films gedreht wurde.

„Bis jetzt habe ich noch nicht viel gesehen: Aber Marburg wirkt sehr kleinstädtisch und gemütlich“, erzählte Helen Woigk, die Darstellerin der Studentin Annika, im Gespräch mit der OP. Zudem sei das Anantomische Institut sehr beeindruckend. Die 23-Jährige hat bereits zwei Hauptrollen in Kinofilmen gespielt. Zwar hat sie nach dem Abi nicht studiert, aber sie hat viele studentische Bekannte. „In diesem Alter geht es darum, einen Platz im Leben finden“, erzählt sie über das, was ihre Rolle ausmacht.

von Manfred Hitzeroth

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