Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Uni: Studentisches Hochplateau bleibt

Studierendenzahlen Uni: Studentisches Hochplateau bleibt

Die Rekord-Studierendenzahlen aus dem Wintersemester 2015/2016 werden an der Uni Marburg voraussichtlich auch im kommenden Semester wieder erreicht.

Voriger Artikel
Stadtwerke warnen vor Online-Betrug
Nächster Artikel
Die Nadel im Heuhaufen gefunden

Im großen Saal der Uni-Bibliothek ist kurz vor dem Semesterstart Lernen angesagt wie hier bei dem 23-jährigen Studenten Thomas Plett, der im neunten Semester Jura studiert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In gut zwei Wochen startet das Wintersemester an Hessens Universitäten. Vorlesungsstart ist am Montag, 17. Oktober. Die Vorbereitungen darauf laufen auch an der Philipps-Universität auf Hochtouren. Nach dem studentischen Allzeithoch im vergangenen Wintersemester deuten sich wieder ähnliche Rekordzahlen an.

Erste Schätzungen der Uni-Leitung besagen, dass die damalige Zahl von 26850 Studierenden erneut erreicht werden könnte. Das sagte auf OP-Anfrage Uni-Vizepräsidentin Professorin Evelyn Korn, die im Präsidium für Studium und Lehre zuständig ist.

Das weitere Verharren der Studierendenzahlen auf einem solchen „Hochplateau“ bedeute nach wie vor eine große Herausforderung. „Wir kriegen es ganz offensichtlich hin, aber es bedeutet eine große Kraftanstrengung auf allen Ebenen der Universität“, kommentierte die Vizepräsidentin. Bei aller gebotenen Vorsicht in Bezug auf Zukunftsprognosen rechnet Korn nicht damit, dass die Studierendenzahlen an der Uni Marburg in den kommenden Jahren signifikant, also um mehr als 1000 Studierende, sinken könnte. So müsse man beispielsweise auch in mögliche Vorhersagen einbeziehen, dass eine wesentliche Aufgabe der Universitäten in den kommenden Jahren auch die Integration von Flüchtlingen in die Hochschulen beinhalte.

Der aktuelle Ansturm an die Marburger Hochschule ist ungebrochen: Bei den Studierenden im ersten Fachsemester wird mit einer Zahl von 5500 Studierende sogar mit einer leichten Steigerung gegenüber dem Herbst 2015 gerechnet.

Belastbare Zahlen liegen aus dem Studierendensekretariat bereits für die bundesweit zulassungsbeschränkten NC-Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie vor, wofür sich bereits rund 270 Studierende eingeschrieben haben und wo noch mit 330 weiteren Einschreibungen gerechnet wird.

In den örtlich zu vergebenden NC-Studiengängen laufen die Verfahren zum Teil noch. In einigen Studiengängen konnten aber die zu besetzenden Studienplätze punktgenau vergeben werden, teilte Korn mit. Das sei auch ein Indiz dafür, dass das Informationsprogramm der Universität die Studierwilligen überzeugt habe.

Neue Studiengänge zu „Data Science“

Bei den freien Studiengängen waren Bewerbungen noch bis zum gestrigen Freitag möglich. Deswegen liegen noch keine aussagekräftigen Zahlen vor.

Mehrere neue Studiengänge starten zum kommenden Wintersemester. Das gilt beispielsweise für den Masterstudiengang „International Political Economy“, der in Kooperation mit der Universität in Dallas angeboten wird.

Zudem gibt es jeweils einen Bachelor- und einen Masterstudiengang zum Thema „Data Science“. Darin geht es vorwiegend um das hochaktuelle Themenfeld „Big Data“. Mit der bisherigen Resonanz auf diese neuen Studiengänge zeigte sich Korn gegenüber der OP sehr zufrieden.

Völlig neu aufgestellt wird der Master-Studiengang Humanbiologie. Anstelle der bisher getrennten Studiengänge mit Schwerpunkten in Infektions-, Tumor- und Zellbiologie gibt es ab sofort nur noch einen einzigen Studiengang.

Nach ihrem Amtsantritt im Frühjahr ist Korn zum ersten Mal mit der Aufgabe der Koordination der Neueinschreibungen an der Philipps-Universität betraut.

Gleichzeitig erfolgen die Einschreibungen auch zum ersten Mal mit Hilfe des völlig neu implementierten Systems „Integriertes Campus-Management“. Dazu meinte Korn, dass die Umsetzung des neuen Verfahrens für einen Wechsel dieser Größenordnung gut gelaufen sei.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr