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Uni-Sommerfest wie ein kleiner Hessentag

Philipps-Universität Marburg Uni-Sommerfest wie ein kleiner Hessentag

Ein reges Treiben herrschte am Samstag rund um das Landgrafenschloss. Das Sommerfest der Philipps-Universität lockte zahlreiche Gäste an und bot Einblicke in die wissenschaftliche Forschung.

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Zahlreiche Besucher auf dem Uni-Sommerfest erlebten ein buntes Programm aus Wissenschaftsangeboten, Schlossführungen und Unterhaltung.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Mit einem bunten Aktionsfest mit wissenschaftlichem Schwerpunkt präsentierte sich die Philipps-Universität am vergangenen Samstag am Landgrafenschloss und begeisterte zahlreiche Besucher mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Forschung und Feier.

Den gesamten Tag über genossen die Gäste ein buntes Unterhaltungs- und Informationsprogramm auf dem Schlossgelände. Im Fürstensaal gaben Marburger Wissenschaftler unter dem Motto „Mitmachen, Schauen, Hören“ Einblicke in Forschungsbereiche der Psychologie und Neurologie und führten die Zuhörer in die komplizierte Welt des menschlichen Gehirns.

Auf dem gesamten Festgelände informierten Fachbereiche, Institute und studentische Initiativen über ihre Arbeitsgebiete. Dazwischen sorgten verschiedene Akteure und Künstler für Abwechslung und unterhielten mit zahlreichen Mitmachangeboten und Showeinlagen.

Geschichte in Festatmosphäre erleben

Gut besucht waren die thematischen Schlossführungen für Groß und Klein. Den ganzen Nachmittag über informierten sich die wissbegierigen Besucher unter anderem über Landgraf Philipp, die Heilige Elisabeth, die wissenschaftliche Sammlung der Universität oder die historische Entwicklung des Marburger Schlosses. Eine Tour durch die erst vor rund 25 Jahren frei gelegte und selten für Besucher geöffnete mittelalterliche Burganlage unter dem Westflügel war besonders beliebt. „Geschichte erleben und jede Menge Schlossführungen und das in angenehmer Festatmosphäre – eine super Idee“, lobte Teilnehmerin Christina Franz. Das fand auch Tochter Pia: „Seifenblasen und die Heilige Elisabeth auf einmal, das ist toll“, fand die Sechsjährige.

Vor allem die kleinen Besucher erfreuten sich an allerlei bunten Mitmachaktionen, testeten ihr Wissen beim Pisa-Quiz vom Zentrum für Lehrerbildung, entdeckten die Umgebung mit der Camera Obscura oder experimentierten mit dem Chemikum Marburg.

Dort kam vor allem das „Vergolden“ von Münzen gut an bei den jungen Forschern, die nur zu gerne ihr schnödes Kleingeld mithilfe einer Kupfer-Zink-Legierung in „Goldstücke“ umwandeln ließen und als Andenken mit nach Hause nahmen.

Musik, Bewegung und Vielfalt

Auf der Hauptbühne auf dem Parkplatz des Collegium Philippinums herrschte den ganzen Nachmittag bis zum späten Abend ein buntes Musik- und Kulturprogramm. Von musikalischen Darbietungen vom Unichor, dem Bläserquintett, der studentischen Big Band über verschiedene interkulturelle Theaterstücke bis zum Poet­ry Slam reichte die Palette.

Für ausreichend Bewegung der Festbesucher sorgten das Zentrum für Hochschulsport und der Lehrstuhl Motologie. Neben einem Markt der Sinne, bei dem Körper und Geist gleichermaßen zum Einsatz kamen sowie zahlreichen Fitnessangeboten war insbesondere das 520 Quadratmeter große bunte Riesenschwungtuch des Instituts – das größte der Welt – ein Publikumsmagnet. Hunderte Besucher nutzen das sportliche Gemeinschaftsangebot und schwangen begeistert mit, was besonders die Kinder freute, die fröhlich kreischend unter dem luftig-leichten Tuch herum flitzten. „Eine schöne Idee und toll für Kinder“, lobte Besucherin Corinna Bauer. Das fand auch Sohn Julian: „Das macht echt Spaß hier“.

Trotz wechselhaften Wetters zeigten sich auch die Veranstalter zufrieden mit dem Festtag. „Es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe“, zeigte sich etwa Vizepräsident Professor Dr. Joachim Schachtner begeistert.
Rund 3000 Gäste besuchten das Sommerfest, schätzten die Veranstalter. Der ein oder andere erfahrene Besucher vermisste das „alte Flair“ des traditionellen Uni-Festes, der bunte Mix aus Forschung und Feier kam jedoch gut an. „Ein vielfältiges Fest, wie ein kleiner Hessentag“, lobte etwa Paul Gathof. „Ich bin sehr angetan, vor allem für Kinder eine tolle Sache. Die naturwissenschaftlichen Angebote sind besser als jeder Kinderspielplatz“, fand auch Enikö Fredrich.

von Ina Tannert

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