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Uni-Präsidentin gesteht Fehler ein

Asta-Infoblatt Uni-Präsidentin gesteht Fehler ein

Die Marburger Uni-Leitung gesteht ein, dass die Versendung eines AStA-Informationsblattes zum Thema Burschenschaften in einer offiziellen Uni-Postsendung nicht hätte passieren dürfen.

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Besucher eines Treffens der Deutschen Burschenschaften in Stuttgart.

Quelle: Marijan Murat

Marburg.  „Wir halten es für gut und notwendig, dass der Allgemeine Studierendenausschuss die Studierenden unter anderem darüber informiert, wie sie sich an der Universität hochschulpolitisch einbringen können“, erklärte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause auf OP-Anfrage. Jedoch seien im Fall des Asta-Infos zum Thema Burschenschaften einige Äußerungen in dem Blatt enthalten gewesen, die nicht hätten verteilt werden dürfen, so Krause.

In dem zum Beginn des Wintersemesters zusammen mit allgemeinen Unterlagen der Universität verteilten Asta-Info unter dem Titel „Vorsicht Fuchsjagd“ warnte der AStA davor, dass Studentenverbindungen mit dem „Lockmittel“ günstiger Wohnungen um neue Mitglieder unter den Studenten werben.

Wissenschaftsministerium eingeschaltet

Über die Versendung des Asta-Infos mit der Uni-Infomappe hatten sich Burschenschafter beschwert und juristische Bedenken angemeldet (die OP berichtete). Dass die AStA-Infopost zusammen mit den offiziellen Unterlagen versandt worden seien, habe den Eindruck erweckt, dass die Universitätsleitung hinter der Aktion stehe.

Auch das Wissenschaftsministerium wurde eingeschaltet, dem die Uni-Präsidentin nun in einem der OP vorliegenden Schreiben Rechenschaft über den Vorgang ablieferte.

Daraus geht hervor, dass die Studierendenverwaltung vom Asta um die Mitversendung des Informationsblattes mit den offiziellen Semesterunterlagen gebeten wurde. Der zuständige Mitarbeiter habe nach einer kursorischen Durchsicht des Blattes gedacht, dass es sich dabei wie im Vorjahr um ein Info zum Semesterticket handele.

„Die exakte Durchsicht des Schreibens hat nun ergeben, dass in dem Blatt in Überschreitung des AStA-Mandats bestimmte Gruppen der Studierendenschaft pauschal in eine politische Denkrichtung ‚abgestempelt‘ worden seien“, heißt es im Schreiben der Präsidentin an das Ministerium.

Rechtsabteilung soll sich einschalten

Dass sei nach Auffassung des Präsidiums jedoch nicht mit dem Mandat des Studierendenausschusses als politisch neutraler Vertretung aller Studierenden der Marburger Universität vertretbar. In Zukunft solle bei ähnlichen Anfragen des Asta die für die Rechtsaufsicht zuständige Rechtsabteilung der Universität kontaktiert werden und über eine Freigabe der Infoschrift entscheiden, so die Präsidentin.

Die nächste Gelegenheit für die Versendung einer Informationsmappe kommt wieder zu Beginn des Sommersemesters im Frühjahr 2013.

Von Manfred Hitzeroth

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