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„Uni-Partnerstädte“ auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Bewerbung „Uni-Partnerstädte“ auf dem Weg zum Weltkulturerbe

In einigen Monaten wird die Unesco entscheiden, ob Marburg und Tübingen im „Ranking“ um die Bewerbung als Unesco-Welterbe weiterkommen oder nicht.

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Professor Willem Frijhoff (links), niederländischer Historiker, und Udo Rauch, Stadtarchivar von Tübingen.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Die gemeinsame Bewerbung der Universitätsstädte Marburg und Tübingen war das Thema von zwei Vorträgen zum Abschluss des Stadtforums zum Weltkulturerbe. Die Stadt-Verantwortlichen sind gespannt, wie die Expertenkommission über die insgesamt rund 30 Bewerbungen entscheidet.

Davon werden 15 Konzepte in die engere Auswahl kommen, die dann weiter auf ihre Welterbe-Qualitäten geprüft werden. Am vergangenen Freitag fand der fünfte und vorerst letzte Vortrag zur Welterbe-Bewerbung von Stadt und Universität statt. Marburg hatte sich im Sommer gemeinsam mit Tübingen für die Vorausscheidung für eine Mitgliedschaft im Unesco-Welterbe beworben.

Vaupel begrüßt das Tübinger Interesse. Mit der gemeinsamen Bewerbung seien die Partner quasi Nachbarstädte geworden.

Über die Besonderheit der gemeinsamen Initiative sprach der niederländische Historiker Professor Willem Frijhoff, der die Gutachten für beide Städte verfasst hatte. Er betonte wie wichtig es sei für die Unesco ein einzigartiges und musterhaftes Phänomen zu definieren. Es gibt tausende Städte und Universitäten und überall akademisches Erbe, welches mit Marburg konkurrieren könne.

Der entscheidende Punkt bei dieser Bewerbung sei die enge Bindung und Abhängigkeit zwischen Stadt und Universität. Es gehe um eine jahrhundertealte Symbiose der Institutionen und des städtischen Lebens. Das akademische Leben habe schon immer die Städte beeinflusst. Im Blickpunkt lägen aber nicht nur einzelne historische Universitätsgebäude, die Marburg und Tübingen zu bieten haben, sondern viel mehr. Wichtig sei dabei auch der reichhaltige Hintergrund des städtischen Lebens.Früher habe die Unesco sich vor allem auf materielles Erbe konzentriert, in letzter Zeit sei aber immer mehr immaterielles, geistiges Erbe hinzu gekommen. Man habe größere Chancen wenn beides vorhanden sei, so der Historiker. Dies sei bei Marburg und Tübingen der Fall.

Marburg und Tübingen hätten viele Gemeinsamkeiten und parallele historische Entwicklungen, betonte Frijhoff. „Marburg und Tübingen haben einen Platz auf der Liste der Unesco verdient“, sagte der Gutachter überzeugt.

Der Tübinger Stadtarchivar Udo Rauch freute sich über die gute Schützenhilfe, die Marburg bei der gemeinsamen Bewerbung geleistet habe. „Wir sind gerne auf den Zug aufgesprungen“, freute sich Rauch.

von Ina Tannert

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