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Uni-Mediziner erforschen die ärztliche Praxis

Professur für Allgemeinmedizin Uni-Mediziner erforschen die ärztliche Praxis

Der Tag der Allgemeinmedizin steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Jubiläumsfeier der Professur für Allgemeinmedizin.

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Alltag in einer heimischen Arztpraxis: Der Stadtallendorfer Arzt Dr. Ortwin Schuchardt untersucht den fünfjährigen Felix.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Vor fast genau 25 Jahren, am 1. April 1990, ist Erika Baum an der Marburger Universität zur Professorin für Allgemeinmedizin ernannt worden. Heute gehört die Abteilung zu den führenden Institutionen der universitären Allgemeinmedizin in Deutschland mit drei Professuren, teilt die Marburger Universität in einer Pressemitteilung mit.

Neben Baum, die bis heute die Abteilung leitet, sind dies Professor Norbert Donner-Banzhoff sowie Professorin Annette Becker. Die Abteilung ist national und international vernetzt und legt zudem großen Wert auf die regionale Vernetzung.

Mehr als 100 Praxen in Marburg und Umgebung betreuen Studierende der Philipps-Universität und bringen ihnen die hausärztliche Medizin näher.

Eine Spezialität der Marburger Uni-Allgemeinmediziner ist es, Forschungsfragen aus der Praxis zu holen, und die Ergebnisse wieder zurückzugeben in die Praxis, erläuterte Donner-Banzhoff im Gespräch mit der OP.  Für wissenschaftliche Projekte kooperiert die Universität mit rund 100 Arzt-Praxen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Innovationen zu erproben. Die Abteilung Allgemeinmedizin arbeitet dabei mit zahlreichen Organisationen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene zusammen, um Nachwuchs zu gewinnen und zu qualifizieren und die medizinische Versorgung weiterzuentwickeln.

Zu Themen wie Brustschmerz, Herzerkrankungen, chronischer Schmerz  oder der Einbeziehung von Patienten haben die Forscher in den vergangenen Jahrzehnten Projekte entwickelt.

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Professur findet am Mittwoch von 11 Uhr bis 13.15 Uhr  im Hörsaal III des Marburger Uni-Klinikums auf den Lahnbergen (Conradistraße 7) ein Festakt mit einem Vortrag über „Forschung in der Hausarztpraxis“ von Professor Michael Kochen und anschließender Podiumsdiskussion über die Zukunft der Allgemeinmedizin statt.

9. Tag der Allgemeinmedizin

Der Festredner ist der  ehemalige Leiter der Allgemeinmedizin an der Universität Göttingen, der sich in seinem Vortrag mit der Entwicklung der Allgemeinmedizin an deutschen Universitäten befasst.

Im Mittelpunkt der anschließenden Podiumsdiskussion steht die Frage, wie es mit der Allgemeinmedizin weitergehen soll, gerade auch in der Region Marburg und in Mittelhessen. Es diskutieren der Präsident der Landesärztekammer Dr. Gottfried Knoblauch zu Hatzbach, der Marburger Medizin-Dekan Professor Helmut Schäfer, Professor Joachim Kreuder (Studiendekan des Fachbereichs Medizin) sowie Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, des Hausärzteverbandes und des Landratsamtes. Moderatoren sind Annette Becker und Norbert Donner-Banzhoff.

Zudem findet am Mittwoch im Dr.-Reinfried-Pohl-Zentrum für medizinische Lehre der 9. Tag der Allgemeinmedizin  für Hausärzte, deren Praxismitarbeiter sowie für Ärzte in der Weiterbildung und im Praktischen Jahr statt. In mehr als 20 Workshops bilden sich Ärzte zu Themen wie Antibiotika-Einsatz, Wundversorgung, Diagnose bei Schultergelenksproblemen, Allergien oder Reiseimpfungen weiter.

Weitere Themen sind Augenerkrankungen, die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten. Zudem wird auch ein Notfalltraining für die Ärzte angeboten.

Der Tag soll auch dazu dienen, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Hausarztpraxen und der universitären Forschung zu vertiefen.

Die Veranstaltung finanziert sich aus den Teilnehmerbeiträgen und einem Zuschuss des Hausärzteverbandes, auf jegliches Sponsoring durch die Pharmaindustrie wird verzichtet.

von Manfred Hitzeroth

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