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Uni Marburg

Uni-Leitung „korrigiert“ Ministerin

Der Konflikt zwischen dem Uni-Präsidium und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann nimmt auch inhaltlich weiter an Fahrt auf.

Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (Mitte) sprach vor dem Eklat beim Festakt mit Ex-Uni-Präsident Professor Volker Nienhaus und seiner Nachfolgerin Professorin Katharina Krause.

© Rainer Waldinger

Marburg. Die Auseinandersetzung um die von der Landesregierung geplanten Kürzungen der Hochschuletats wird intensiv geführt. Zwar ging die neue Marburger Uni-Präsidentin Katharina Krause in ihrer Antrittsrede nicht direkt auf die Äußerungen der Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann im OP-Interview vom Donnerstag ein, stattdessen wurde vor dem Festakt eine von Krause miterarbeitete zweiseitige „Richtigstellung“ einiger Interview-Aussagen von Kühne-Hörmann verteilt.

In dem Uni-Papier heißt es, die Ministerin habe fälschlicherweise den Eindruck erweckt, dass die Philipps-Universität ausreichende Rücklagen gebildet habe, um die Sparauflagen in Höhe von mehr als vier Millionen Euro abzufedern.
Die von der Ministerin ins Feld geführte „Gewinnrücklage“ in Höhe von 18,6 Millionen, aus der laut Kühne-Hörmann ein großer Teil der Einsparungen erbracht werden könne, spiegele nicht die „tatsächlichen Reste der Universität“ wieder, heißt es in dem Uni-Papier. „Es handelt sich nicht um liquide Mittel, sondern um Buchwerte“. Dieses Geld, von der Uni-Leitung auf 16,2 Millionen beziffert – sei aber für strategische Investitionen.

von Manfred Hitzeroth

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.


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  • Untragbare Person... MRstudi – 29.04.10
    Wie man auf youtube (siehe den vorherigen Kommentar) sehen kann, hat sich die Wissenschaftsministerin ohne wirklichen Anlaß (außer der Störung ihrer persönlichen Befindlichkeit) bereits unmittelbar nach den Begrüßungssätzen zurückgezogen. Mit dieser "Kritikfähigkeit" ist die Frau untragbar für ihren Posten. Es ist sogar fast zu vermuten, daß Frau Ministerin ihren "Auftritt" schon geplant hatte, so geübt, wie das ablief. Es wird am Ende auch nicht dadurch besser, daß man in anschließenden Pressemitteilungen die Fakten verdreht und die Universität Marburg als Ganzes zu diffamieren versucht. Aber außer schmutzigen Tricks und dem völlig anachronistischen und das Volk für Dumm verkaufenden Beschwören linker Schreckgespenster hat diese Landesregierung nichts zu bieten.
  • Die Kernaussagen der Protestreden Ernst Eberhardt – 28.04.10
    Hier finden sich die Kernpunkte der Reden noch einmal in etwas längeren Versionen.

    http://www.youtube.com/watch?v=VGM-341vPO0
    http://www.youtube.com/watch?v=NZpYJfzrCIQ
  • @samson Fragesteller – 26.04.10
    Sehr interessant, dass hier der Rückschluss von Universitäten und deren Angehörigen auf die Gesellschaft gezogen wird, noch vielmehr, dass diese Angehörigen vorgeben zu wissen, was gesellschaftlich sei. Ich wäre gespannt auf eine Umfrage, wieviel Prozent der Wahlberechtigten einer Steuererhöhung zustimmten, um die Kürzungen zu verhindern.
  • @Fragesteller Samson – 24.04.10
    Eine Staat ist zwar kein Unternehmen im juristischen Sinne, aber bei seiner Finanzierung muss er genauso wirtschaftlich handeln wie ein solches. Daher ist es sinnvoll, das Handeln in ähnlichen Situation auch zu analysieren. Sprich: In wirtschaftlich knappen Zeiten sollte wohl überlegt sein, was sinnvoll ist: Steuererleichterungen für (privelegierte) Minderheiten oder Investitionen in Bildung und
    regional wichtige Arbeitgeber (wie die Universität).

    Fällt der Staat wirtscahftlich falsche Entscheidungen, die die Gesellschaft (als Inhaber des Unternehemn Staat) nicht akzeptiert, so liegt es an ihr, sich zu widersetzen. Genau das geschieht derzeit in Mr und ganz Hessen.
  • @ Antworter + @ Student Fragesteller – 23.04.10
    Erstens, das aus wirtschaftlichen Gründen eine Vertragsleistung nicht erfolgen kann, ist nichts Ungewöhnliches. Auch dann muss man verhandeln und ggf. strecken. Anscheinend weiß Antworter nicht, was tatsächlich tagtäglich geschieht.
    Zweitens, eine Universität ist zwar kein Unternehmen im juristischen Sinne, aber bei ihrer Finanzierung muss sie genauso wirtschaftlich handeln wie ein solches. Daher ist es sinnvoll, das Handeln in ähnlichen Situation auch zu analysieren.
  • Peinlich armerstudi – 23.04.10
    Es ist ist doch für eine Ministerin schon peinlich, wie wenig sie über Bildungspolitik und die Universitäten weiß. Jetzt muss die Uni die Fehler von der Ministerin klar stellen. Ich sage nur: Da sollte jemand zurück treten!
  • Peinlich MR-ler – 23.04.10
    Es ist ist doch für eine Ministerin schon peinlich, wie wenig sie über Bildungspolitik und die Universitäten weiß. Jetzt muss die Uni die Fehler von der Ministerin klar stellen. Ich sage nur: Da sollte jemand zurück treten!
  • Antwort Student – 23.04.10
    Eine staatliche Universität ist schlichtweg kein Unternehmen. Folglich muss sie auch nicht so handeln. So einfach ist das!
  • @ Fragesteller Antworter – 23.04.10
    Es geht hier um Posten, die u.a. für neue Professoren verplant sind. D.h. die haben zusagen und werden in nächster Zeit kommen. Jedem hat man einen gewissen Geldbetrag garantiert für die nächsten drei Jahre. Und wir reden gerade in den Naturwissenschaften von Millionen.
    Strategisch deshalb, weil man gute Leute holen will, die den Ruf der uni aufpollieren sollen. Die Gelder sind vertraglich zugesichert!
  • strategische Investition zurückstellen Fragesteller – 23.04.10
    Ich frage mich, was die Universitätsleitung glaubt, wie Unternehmen handeln. Sollten dort weniger Einnahmen erzielt werden können, dann müssen Investitionen auch zurückgestellt werden. Eine sehr seltsame Auffassung wird hier deutlich.

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