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Uni-Klinikum plant Palliativstation

Ausbau der Klinik Uni-Klinikum plant Palliativstation

Das Universitätsklinikum Marburg will schwerkranke Menschen in Todesnähe in einer Palliativstation unterbringen. Das fordern Selbsthilfevereine und Ärzte seit längerer Zeit.

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Joseph Rohrer, Geschäftsführer des Universitätsklinikums Gießen + Marburg (links), plant in Abstimmung mit den Palliativmedizinern Dr. Andrea Kussin und Dr. Jorge Riera Knorrenschildt die Einrichtung einer Palliativstation auf den Lahnbergen.

Quelle: Anna Ntemiris

Marburg. Die Frage, wie Kliniken auch todkranken Patienten einen würdevollen Aufenthalt ermöglichen, kommt immer wieder auf. „Ein schwieriges Thema“, weiß Joseph Rohrer, Geschäftsführer des Rhön-Klinikums, aus beruflicher, aber auch persönlicher Erfahrung. Er habe es bei seinen Eltern erlebt, was Sterbebegleitung bedeutet.

Auf Anfrage der OP bestätigte er, dass das Universitätsklinikum in Marburg beabsichtige, eine Palliativstation mit zirka 15 Plätzen auf den Lahnbergen zu gründen. Palliativmedizin ist die schmerzmedizinische Versorgung und die psychosoziale Betreuung von Schwerstkranken in Todesnähe.

Rohrer hat das Thema zur Chefsache gemacht und eine Arbeitsgruppe mit Experten aus der Praxis dem Marburger Onkologen Dr. Jorge Riera Knorrenschildt und der Anästhesistin Dr. Andrea Kussin, gebildet. Beide Ärzte sind Palliativmediziner am Universitätsklinikum. Bisher ist die Versorgung von sogenannten Palliativ- Patienten dezentral organisiert. Patienten kommen in die „normalen“ Stationen und werden nach ihrer Entlassung von Pflegern und Ärzten des Netzwerks Palliativmedizin betreut.

Nach dem vorläufigen Konzeptentwurf sollen Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen, Anästhesisten, Schmerztherapeuten, Strahlentherapeuten oder Onkologen auf der Palliativstation zusammenarbeiten. Kollegen anderer Stationen könnten dort hospitieren, um sich weiterzubilden. Seit diesem Jahr gehört die palliativmedizinische Lehre für Medizinstudenten zum Pflichtfach, daher könnte die neue Station für Studierende praxisnahe Erfahrung bieten.

von Anna Ntemiris

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