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Uni Heidelberg will Partikeltherapie

Uni-Senat Uni Heidelberg will Partikeltherapie

Die Universität Heidelberg hat Interesse an einer Übernahme der Partikeltherapie in Marburg. Das bestätigte der Heidelberger Medizin-Dekan Professor Uwe Bicker gestern im Uni-Senat.

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Das Heidelberger Ionentherapiezentrum ist die einzige Anlage in Deutschland, in der schwer krebskranke Patienten mit der modernen Technik behandelt werden. Das Bild zeigt eine Marburger Gruppe beim Rundgang im März.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Bicker, der eigentlich wegen des Berichts des Hochschulrates an den Senat gekommen war, bestätigte derzeit laufende Verhandlungen in diese Richtung. Der Vorsitzende der Medizinischen Fakultät Mannheim an der Heidelberger Universität wollte jedoch keine detaillierten Angaben machen. Auf die Nachfrage zu entsprechenden Gerüchten, räumte er aber ein „dass wir in Heidelberg großes Interesse haben“. Universitätsmedizin könne nicht „nur über Ergebnisse laufen“. Seine Überzeugung sei, dass sie „eine öffentliche Aufgabe ist“. Möglich wäre demnach auch eine Kooperation mit der Philipps-Universität in einem gemeinsamen Betriebskonzept.

„Die beste Option wäre natürlich gewesen, dass alles in eigener Hand zu haben“, sagte Professor Siegfried Bien, Direktor der Neuroradiologie am UKGM. Aber auch eine mögliche Zusammenarbeit mit den Heidelberger Kollegen sei positiv zu bewerten.

Sie sei „natürlich viel besser, als eine derart teure Bauruine zu haben“. Ideal wäre seiner Auffassung nach, „wenn es zwei unabhängige Institute gäbe - eines in Heidelberg und eines in Marburg“. Schließlich handele es sich „um das innovativste, was es in der Strahlentherapie gibt“ und Marburg sei einer von weltweit nur vier Standorten mit einer derartigen Anlage. Eine Bauruine wäre dementsprechend eine Katastrophe, so Bien. „Die könnte man bei den massiven Wänden, ja nicht einmal mehr sprengen“.

Der zeitliche Spielraum für Verhandlungen scheint allerdings relativ eng zu sein. Uni-Präsidentin Katharina Krause vermutet daher, dass „die nächsten acht Wochen sehr spannend werden“.

Auf Nachfrage dieser Zeitung konnte im Hessischen Wissenschaftsministerium gestern Nachmittag niemand etwas zu den laufenden Verhandlungen, ihren Erfolgsaussichten und Perspektiven sagen.

von Peter Gassner

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UKGM

Die Rhön-Klinikum AG und die "HIT Betriebs GmbH" am Universitätsklinikum Heidelberg wollen gemeinsam und in Kooperation mit dem UKGM das Partikeltherapiezentrum (PTZ) in Marburg betreiben. Das gab UKGM-Chef Martin Menger am Dienstagabend in seiner Neujahrsrede bekannt. Das Marburger Uni-Klinikum veranstaltete mit dem Fachbereich Medizin den Neujahrsempfang, zu dem rund 150 Gäste kamen.

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