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Ungewisse Zeiten für „Richtsberg-Kolonne“

Ortsbeiratssitzung Ungewisse Zeiten für „Richtsberg-Kolonne“

Wie soll es weiter­gehen? Eine Rettungszufahrt am Damaschkeweg ist versperrt, die Erfurter Straße verdreckt zunehmend und zu allem Übel wissen die Richtsberger auch nicht, was aus der „Richtsberg-Kolonne“ wird.

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Der Richtsberger Ortsbeirat fordert die Stadt auf, sich für die Instandsetzung des ehemaligen Studentwohnheims einzusetzen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Schon seit langem verschönern die Arbeiter des Richtsberger Beschäftigungsprojekts den Marburger Stadtteil. Sie betreuen die interkulturellen Gärten mit den Bildungs- und Gesundheitsgärten, erklärte Erika Lotz-Halilovic (SPD), Vorsitzende des Ortsbeirats Richtsberg, auf der jüngsten Sitzung des Gremiums am Donnerstagabend.

Doch wenn zum 1. Oktober der für die Kolonne zuständige Dr. Heinrich Scherer (Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz) in den Ruhestand verabschiedet wird, wird sich die Situation ändern. Es sei geplant, die Kolonne auch im Stadtteil Waldtal und im Stadtwald einzusetzen. „Dadurch verkleinert sich natürlich die Arbeitszeit, die dann noch für den Richtsberg aufgewendet wird“, sagte Lotz-Halilovic. Sie befürchtet, dass der Richtsberg verkommen könnte. „Bisher gibt es auch noch kein Konzept, wie es weitergehen könnte“, erklärte die Ortsvorsteherin.

Forderung: Hochhaus wieder bewohnbar machen

Ein weiteres prominentes Problem schleppt die Stadt Marburg seit nunmehr zwei Jahren mit sich herum: Am Richtsberg 88 steht das vor zwei Jahren durch einen Brand unbewohnbar gewordene ehemalige Studentenwohnheim leer. Dazu sagte Lotz-Halilovic: „Der Ortsbeirat erwartet, dass die Stadt Marburg das Studentenwerk dabei unterstützt, das Gebäude wieder bewohnbar zu machen.“ Einen Antrag der Piratenpartei und der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung gab es schon.

Eine Lösung ist aber nicht absehbar, solange die Universitätsstadt zwei Millionen Euro bezahlen wolle, das Studentenwerk aber von vier Millionen Euro Schaden spreche. Angesichts der Wohnungsnot in Marburg sieht es Lotz-Halilovic als Verschwendung an, die 118 Wohnungen des Gebäudes ungenutzt zu lassen.

An anderer Stelle am Richtsberg sehen sich die Bürger weiteren Problemen gegenüber: Durch die Baustellen im Stadtteil haben die Richtsberger weniger Parkplätze zur Verfügung als zuvor, der Damaschkeweg sei vermüllt, sagte Lotz-Halilovic. Wie am Unteren gebe es auch am Oberen Richtsberg in der Leipziger Straße an der Einmündung in die Berliner Straße aufgrund von Bauarbeiten Verkehrsstaus.

Die Erfurter Straße werde regelmäßig Opfer von Vandalismus und von Passanten verdreckt, berichtete Martin Agel, Schutzmann der Polizei vor Ort. Unternehmen beschwerten sich darüber, dass Passanten Tauben fütterten und dabei Essensreste in der Gegend herumliegen ließen. Der ansässige Kindergarten habe sich allerdings noch nicht beschwert.

Zu einem Haus, das im Damaschkeweg nicht von Rettungskräften erreicht werden könne, gaben Feuerwehr und Brandschutz Entwarnung, sie würden für die Sicherheit aller Anwohner garantieren.

von Yannic Bakhtari

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