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"Unfreundlicher Akt"

VfB-Platz "Unfreundlicher Akt"

Der Plan des Vorstands des VfB Marburg, das vereinseigene Gelände an der Gisselberger Straße an einen Investor Der Plan des VfB-Vorstands, den vereinseigenen Platz an der Gissenlberger Straße zu verkaufen, stößt bei Oberbürgermeister Egon Vaupel (CDU) auf scharfe Kritik. Vaupel nennt das Vorhaben einen „in dreifacher Hinsicht unfreundlichen Akt:

Marburg. „Unfreundlicher Akt gegen die Stadt“: Vaupel berichtete von einem Gespräch des Vereins und einem früheren Kaufinteressenten mit ihm und Vertretern der Fraktionen im Stadtparlament vor eineinhalb Jahren. Damals habe man dem VfB ein Kaufinteresse signalisiert, aber ein Finanzkonzept des hoch verschuldeten Vereins zur Voraussetzung gemacht. „Auch über den Kauf des Geländes finanziert die Universitätsstadt Marburg nun einmal keine Spielergehälter“, sagte Vaupel. Anderer Kaufinteressent, kein Finanzkonzept: so könne man nun mit der Stadt nicht umgehen.

„Unfreundlicher Akt gegen die Marburger Vereine“: Der Oberbürgermeister befürchtet, dass der Druck auf den Platz der BSF Richtsberg und das Gelände der Sportfreunde Marburg steigt, wenn auf dem Gelände des VfB Marburg gebaut würde: „Schon jetzt haben wir massive Probleme mit Anliegerbeschwerden“, erinnerte das Stadtoberhaupt. Wenn die Stadt dem VfB Marburg ein Sportgelände zur Verfügung stellen müsse, koste dies etwa 3 Millionen Euro. „Das gefährdet die Projekte Kunstrasen Schröck, Kunstrasen Michelbach, Sporthalle Haddamshausen und Sporthalle Elisabethschule“, sagte Vaupel. Die Stadt könne nicht alles finanzieren.

„Unfreundlicher Akt gegen den eigenen Verein“: Der Wert des Geländes betrage 1,4 bis 1,8 Millionen Euro. Der VfB-Vorstand wolle aber nur etwa 935000 Euro für das Gelände. Dem Verein werde bei dem jetzt geplanten Verkauf also Geld vorenthalten, das er erlösen könne.

Vaupel ließ offen, ob die Stadt von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird. Eine Änderung der Bauleitplanung, die Voraussetzung für die Bebauung des Geländes wäre, schließt er aber derzeit aus.

von Till Conrad

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