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Und es werde Licht

Umrüstung auf LED Und es werde Licht

Viele Straßen Marburgs erscheinen seit dieser Woche in einem neuen Licht. Grund dafür sind die neuen LED-Leuchten, die breitflächig an vielen Leuchtmasten montiert wurden.

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Stolz präsentiert Bürgermeister Franz Kahle (Mitte) zusammen mit Wolfgang Bornträger (von links) von den Stadtwerken Marburg, Klaus Werner von der Schréder GmbH und Thomas Engelbach vom Fachdienst Tiefbau eine der vielen LED-Leuchten, die diese Woche von Steiger Gerhard Preis unter anderem im Hainweg angebracht wurden.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Stolz hält Bürgermeister Kahle die LED-Leuchte in der Hand. „Ist gar nicht so schwer“, sagt er und lacht Wolfgang Bornträger von den Stadtwerken Marburg, Klaus Werner von der Schréder GmbH und Thomas Engelbach vom Fachdienst Tiefbau zu, die neben ihm stehen und das Umrüstungsprojekt maßgeblich beeinflusst haben.

Minuten später wird Steiger Gerhard Preis die nicht mehr energieeffiziente Quecksilberdampflampe durch diese neue LED-Leuchte an einem und vielen anderen Leuchtmasten im Hainweg ersetzen.

Der Hainweg ist nur einer von vielen Wegen und Straßen, in denen in dieser Woche 200 neue LED-Leuchten auf Leuchtmasten montiert wurden. In Marburg betrifft der Austausch der Straßenbeleuchtung außerdem den Adalbert-Stifter-Weg, Am Weinberg, Auf der Weide, August-Rohde-Straße, Calvinstraße, Carl-Strehl-Straße, Damaschkeweg, Dörfflerstraße, Gerhart-Hauptmann-Straße, Greifswalder Weg, Gustav-Freytag-Straße, Hansenhäuserweg, Höhlsgasse, Kerschensteiner Straße, Kleistweg sowie die Fußwege zwischen Berliner Straße und Friedrich-Ebert-Straße, zwischen Chemnitzer Straße, Erfurter Straße und In der Badestube sowie zwischen Karlsbader Weg und Alter Ebsdorfer Weg.
Auch in den Marburger Außenstadtteilen sollen in den kommenden Monaten Straßenleuchten umgerüstet werden.

38 000 Kilowattstunden Energie können gespart werden

Die Stadt erhofft sich dadurch  große Kostenersparnisse.

Eine LED-Leuchte halte nicht nur deutlich länger (100 000 zu 16 000 Stunden), sondern verbrauche zudem bis zu 70 Prozent weniger Energie als die herkömmlichen Straßenleuchten, wie Klaus Werner erklärt.Nach Angaben der Stadt hatte die alte Beleuchtungsanlage einen Stromverbrauch von etwa 48 000 Kilowattstunden pro Jahr. Die neuen Leuchtkörper verbrauchten hingegen nur 10 000 Kilowattstunden.

Insgesamt können durch die Umrüstung also 38 000 Kilowattstunden an Energie eingespart werden, was einer Einsparung von etwa 9 000 Euro im Jahr entspricht. Die Kosten für Lieferung und Montage belaufen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf rund 60 000 Euro. 12 000 Euro davon wird die Stadt voraussichtlich aus der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums erhalten. Zudem wurde die Universitätsstadt in ein Förderprojekt der Europäischen Union und des Landes Hessen aufgenommen.

Dazu ist die Meinung der Bürger gefragt: 2 500 repräsentativ ausgewählte Einwohner haben Anfang April Fragebögen zugeschickt bekommen. Nach der Umstellung im Herbst wird die Befragung wiederholt.

von Ruth Korte

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