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Umweltproblem Mikroplastik

Greenpeace-Aktion Umweltproblem Mikroplastik

„Welle machen gegen Plastik“: Mit einem Infostand am Marktplatz hat die Marburger Greenpeace-Gruppe Passanten auf das Thema Mikroplastik aufmerksam gemacht.

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Katja Görgen (von links), Stefanie Slawski und Daphne Toska von der Greenpeace-Gruppe Marburg informierten am Marktplatz über Mikroplastik.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. Dabei handelt es sich um Plastik-Teilchen, die kleiner als fünf Mikrometer sind. Sie werden Kosmetika wie zum Beispiel Zahnpasta als „Perlen“, beigemischt, um für einen Peelings- und Reinigungseffekt zu sorgen. Der Nachteil: Greenpeace zufolge können viele Kläranlagen die Partikel nicht herausfiltern. So geraten sie in die Gewässer, damit auch ins Grundwasser und in die Meere. Dort setzen sie sich im Plankton fest, das wiederum die Lebensgrundlage größerer Meerestiere wie Muscheln und Garnelen bildet. „So landet das Mikroplastik im Endeffekt auch auf dem Teller“, sagt Aktivistin Daphne Toska. Einmal in der Nahrungskette angelangt, lasse es sich kaum meiden.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2015 setzt die Kosmetikindustrie allein in Deutschland 500 Tonnen Polyethylen (PE) ein. Verbrauchern empfiehlt Greenpeace daher darauf zu achten, Kosmetik ohne Plastik-Inhaltsstoffe zu wählen. Daphne Toska und ihre Kollegen verteilten kleine Kärtchen mit einer Liste der Namen, hinter denen sich Mikroplastik verbirgt. Zu den häufigsten gehört neben PE Polypropylen (PP), auch hinter den Abkürzungen ACS, EVA, PET und PUR verbergen sich Kunststoffe.

Ein Greenpeace-Flyer informiert über Alternativen: Beim Kauf von Kosmetikprodukten wie Shampoo, Gesichtspflege, Duschgel und Peeling kann man auf die Siegel BDIH und NaTrue achten. Durch Scannen des Barcodes können Produkte mit der App „Beat the Microbead“ überprüft werden.

Mikroplastik ist Teil des Schwerpunkt-Themas Meere, mit dem sich die Marburger Greenpeace-Gruppe aktuell beschäftigt. „Die Partikel und ihre Folgen werden von vielen Organisationen als eines der größten Umweltprobleme gesehen“, sagt Daphne Toska. Denn auch bei der Zersetzung von Plastikmüll in den Meeren entstünde es mit der Zeit. Das zusätzlich hergestellte Mikroplastik sei eine unnötige Belastung.

von Freya Altmüller

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