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Uhus bewegen die Herzen der Marburger

Wie einst Knut: Uhus bewegen die Herzen der Marburger

Kein Zweifel, die Elisabethkirchen-Uhus sind eine Attraktion. Tag für Tag versammeln sich zahlreiche Menschen, um die Vögel zu beobachten.

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Wohl kein anderes Tier hat bundesweit so viel Sympathie hervorgerufen wie Eisbär Knut. In Marburg ist das Interesse für die Elisabethkirchen-Uhus ähnlich groß.

Quelle: Archivfotos

Marburg. Zwei Jahre ist es her, seit Knut im Berliner Zoologischen Garten gestorben ist. Wohl kein anderes Tier hat die Menschen bundesweit so sehr bewegt wie der am 5. Dezember 2006 geborene Eisbär, der von Menschenhand aufgezogen worden ist.

Der Berliner Zoo wurde zu einer Pilgerstätte und der Handel mit Knut-Devotionalien blühte. Auch nach dem Tod des Bären setzte er sich fort. Ähnliches, wenngleich in kleinerem Rahmen, begibt sich derzeit in Marburg. Denn dort sind im Mai zwei junge Uhus auf der Elisabethkirche geschlüpft. Und seitdem dies der Öffentlichkeit bekannt gegeben worden ist, pilgern die Menschen ebenfalls Tag für Tag zu Marburgs größter Kirche, um mit Feldstecher und Kamera bewaffnet, bis weit in die Nacht die gefiederten Kirchengäste zu beobachten.

Auch zu Hause kann an ihrem Wachsen und Werden Anteil genommen werden, zum Beispiel auf www.marburger-vogelwelt.de. Dort wird vor allem über das Schicksal des wahrscheinlich jüngeren Geschwistertieres berichtet: „Der zweite Jung-Uhu hat am Freitag das Dach der Elisabethkirche im Alter von circa elf Wochen zum ersten Mal verlassen“, hieß es gestern. Und weiter: „Er flog um 21.45 Uhr über die Deutschhausstraße auf einen Balkon des Institutes für Physiologie. Danach streifte er ein wenig durch sein Geburtsrevier, um am Samstag tagsüber wieder auf der Elisabethkirche zu verbringen. Die Route wiederholte sich im Wesentlichen am Sonntag mit dem Tageseinstand auf dem Langdach der Kirche. Auch in der Nacht zu Montag flog er die mittlerweile bekannte Strecke: Physiologie, Einhorn-Apotheke und danach auf ein nicht einsehbares Dach am unteren Steinweg, wo er möglicherweise gefüttert wurde.“

Uhu-Devotionalien können ebenfalls erworben werden: „Postkarten mit den Marburger Uhus sind erhältlich im Elisabethkirchenkiosk (gegenüber Elisabethkirche) und bei der Buchhandlung Jakobi (Steinweg 45, ebenfalls gegenüber der Elisabethkirche)“, heißt es auf der Internetseite der Marburger Vogelfreunde. Der Erlös aus dem Postkartenverkauf komme der Elisabethkirchengemeinde und dem Naturschutzbund (Nabu) Marburg zugute. Der Nabu-Anteil sei für die Futterkosten von Philipp bestimmt, der in einer Auswilderungsstation lebt.

von Michael Arndt

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Gerettet

Das einer der beiden Uhu-Kinder die auf der E-Kirche wohnen ist am Dienstagmorgen heruntergefallen. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bestätigt:

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