Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Übung für den Ernstfall

UKGM-Werkfeuerwehr Übung für den Ernstfall

Sie sind Experten für Anästhesie, Orthopädie oder Krankenpflege. Bald gehört ein neues Aufgabengebiet hinzu: Die Brandbekämpfung am UKGM.

Voriger Artikel
Verschönere dir die Sommerferien
Nächster Artikel
Ein Plädoyer gegen das Kleinbürgertum

Rollenwechsel für 14 Beschäftigte des UKGM: Statt im Krankenhaus zu arbeiten wurden sie in dieser Woche als Truppmann der Feuerwehr ausgebildet, um zukünftig einen Teil der Werksfeuerwehr zu bilden.

Quelle: Andreas Arlt

Marburg. Noch dauert alles ein bisschen länger und die Handgriffe sitzen nicht immer automatisch. „Das ist aber ganz normal. Vor einer Woche wussten die meisten noch nichts über die Aufgaben eines Feuerwehrmanns oder -frau“, sagte Dr. Clemens Kill, Leiter des Zentrums für Notfallmedizin am Universitätsklinikum Gießen Marburg (UKGM) auf den Lahnbergen.

Dort soll in kürze die Werksfeuerwehr ihren vollen Betrieb aufnehmen - ab 15. August unter der Leitung von Reinhold Bonacker (siehe „4 Fragen, 4 Antworten“). In einem speziellen Kurs wurden von Montag bis zum heutigen Samstag 14 weitere UKGM-Mitarbeiter, die dazu von der Arbeit freigestellt wurden, zum Truppmann der Feuerwehr ausgebildet.

Damit haben sie wie weitere 34 Beschäftigte die Grundlage zur Qualifikation gelegt, um zukünftig als Teil der Werkfeuerwehr eingesetzt zu werden. Der einwöchige Blockkurs mit verschiedenen Übungen und abschließender Prüfung wurde von den Freiwilligen Feuerwehren in Marburg organisiert. „Wir sind froh, dass sich so viele Mitarbeiter interessiert gezeigt haben und jetzt ihre Motivation in die Tat umsetzen“, sagte Kill.

von Andreas Arlt

4 Fragen, 4 Antworten an Reihold Bonacker

Ab dem 15. August leitet Reinhold Bonacker die UKGM-Werkfeuerwehr. Der 42-Jährige im Interview über seine Feuerwehr-Laufbahn und zukünftige Aufgabe.

OP: Sie sind mittlerweile Brandschutz-Experte. Wie sind Sie zur Feuerwehr gekommen?

Reinhold Bonacker: Ich habe mit 13 Jahren bei der Jugendfeuerwehr in meinem Heimatort Anzefahr angefangen und den klassischen Feuerwehr-Werdegang durchlaufen. Von Beruf her bin ich Bauingenieur und habe mich auf den Brandschutz spezialisiert, auch mit einem berufsbegleitenden Zusatzstudium an der TU Kaiserslautern. Im Moment bin ich unter anderem Stadtbrandinspektor in Kirchhain und werde dieses ehrenamtliche Amt auch weiter ausführen.

OP: Gab es Einsätze, die für Sie rückblickend besonders waren?

Bonacker: Es gab viele große Aufgaben, aber prägend war mit Sicherheit der Großbrand der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain vor zwei Jahren, bei dem ich die Einsatzleitung übernommen habe. Wie bei vielen anderen Einsätzen hat sich hier gezeigt, dass eine gewissenhafte Vorbereitung und Ausbildung für einen Löscherfolg bei einem solchen Großereignis notwendig sind.

OP: Welche Herausforderungen erwarten Sie bei Ihrer neuen Tätigkeit am UKGM?

Bonacker: Ich hatte in den vergangenen Wochen bereits die Möglichkeit, erste Eindrücke zu gewinnen. Es wurde bereits eine gute Basis gelegt, um bald eine einsatzfähige Werksfeuerwehr vor Ort zu haben. Das Ziel wird es sein, dass diese eigenständig funktionieren kann.

OP: Was machen Sie privat, um in der Freizeit von Ihrem Beruf und Ehrenämtern abzuschalten?

Bonacker: Es gibt schon noch Hobbys, obwohl ich einiges wie das regelmäßige Singen im Gesangsverein zeitlich nicht mehr ausüben kann. Beim Fahrradfahren kann ich zum Beispiel gut entspannen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr