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"Überwältigende Resonanz" auf Partyplanung

Uni-Fest "Campus Marburg" "Überwältigende Resonanz" auf Partyplanung

Am 15. November ist es so weit. Erstmals soll das Fest „Campus Marburg“ stattfinden, das anstelle des bisherigen Uni-Sommerfestes treten soll. 160 Aktionen sind bisher für das Programm der Veranstaltung gemeldet.

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Das Hörsaalgebäude der Philipps-Universität in der Biegenstraße. Dort sollen im Audimax die „Knaller“ des Programms von „Campus Marburg“ stattfinden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Die Resonanz für Campus Marburg ist überwältigend“, sagt Kulturamtsleiter Dr. Richard Laufner über den großen Zuspruch aus den Fachbereichen der Universität. Fast alle Fachbereiche beteiligen sich an den 120 eingereichten universitären Programmpunkten.

Hinzu kommen 40 Programmpunkte aus der städtischen Kulturszene, die sich ebenfalls an dem gemeinsamen Event von Stadt und Universität beteiligen wollen. „Es ist ja nicht nur ein Universitätsfest“, so Laufner. Es gehe auch um die Stadt als Universitätsstadt. Inspiriert werde dieses Fest daher auch von der laufenden Bewerbung als Unesco-Weltkulturerbe, die das besonders intensive Miteinander von Universität und Stadt über fast fünf Jahrhunderte thematisiere.

Zu den bisher öffentlich gemachten Themen aus dem universitären Bereich gehört unter anderem die Aktion „Keilschrift schreiben“ aus dem Bereich Altorientalistik am Centrum für Nah- und Mitteloststudien, eine „Physikshow“, die Mitmachaktion „Ohne Stress geht es nicht“, die vom Fachbereich Psychologie veranstaltet wird, ein Vortrag des Instituts Deutsche Philologie zum Thema „Medien in Antike und Mittelalter“, sowie eine Vorlesung am Loewe-Zentrum für synthetische Mikrobiologie mit dem Titel „Solarbetriebene Mikrofabriken aus dem Meer“.

Auch die Mediziner tragen einiges zum Tagesprogramm bei, so werden zum Beispiel die Themen „Klinikärzte im Spannungsfeld zwischen Profit und Patientenwohl“, „Roboterassistiertes Operieren“ und „Dr. House - Was können wir von Hollywood lernen?“ präsentiert. Zudem findet eine „Mathematische Stadtführung“ ebenso statt wie eine Weinprobe unter dem Motto „Wein & Globalisierung“. An der Zentralbibliothek ist außerdem eine Feuershow mit dem Namen „Firedevils“ zu sehen. Zu den kulturellen Beiträgen zählen unter anderem „campus kriminell“ mit der Lesung eines Krimis im Marburger Milieu und „campus spirituell“, ein „Angebot der Stille“ in der St. Peter-und-Paul-Kirche neben dem Hörsaalgebäude.

„Knaller“ im Audimax - Aftershowparty im KFZ

Im dortigen Audimax sollen laut Laufner „die Knaller“ des Events laufen. So wird dort eine öffentliche Probe des Studenten-Sinfonie-Orchesters stattfinden, bevor gegen 20.30 die Kabarettistin Lisa Fitz auftreten wird. Fitz war für diesen Abend bereits im Kultur- und Freizeitzentrum (KFZ) gebucht gewesen, doch die Organisatoren wollten Laufner zufolge „nicht gegeneinander arbeiten“, sodass eine Einigung mit dem Kulturladen erzielt werden konnte.

Zum Abschluss des Programms kommt es im Audimax dann zu einem Poetry Slam, bei dem Studenten gegen Professoren antreten. Die Aftershow-Party zu Campus Marburg wird dann im KFZ gefeiert. Zudem ist geplant, Kontakt mit einigen Marburger Kneipen aufzunehmen, um eventuell auch dort im Anschluss feiern zu können.

Aufgrund des großen Umfangs der angemeldeten Aktionen, kann es sein, „dass wir das ein oder andere noch reduzieren müssen“, so Laufner. Dennoch sei die Organisation weiterhin offen für Einreichungen, da man alle Fachbereiche miteinbeziehen wolle. Die Juristen hätten beispielsweise nichts eingereicht, da sie ihren Stoff für zu langweilig hielten, um ihn dem Publikum präsentieren zu können. Laufner hatte jedoch in der OP den Artikel über den „Mood Court“ gelesen und animierte den Fachbereich Jura dazu eine solche Aktion nachzumelden. In besonderen Fällen ist daher auch für andere Interessenten noch die Chance vorhanden, einen Programmpunkt nachzumelden.

Wann? - „wenn das Semester richtig angefangen hat“

„Das Event soll schließlich auch zu einem internen Austausch führen und Studenten animieren, sich Dinge bei anderem Fachbereichen anzuschauen“, erläutert Laufner dieses Verfahren und verrät weiterhin, dass es aus diesem Grund besondere Shuttlebusse zu den Lahnbergen geben werde. „Es wird auch Eventbeiträge in den Shuttlebussen geben, um die Fahrt attraktiver zu machen.“

Der Termin am Freitag, 15. November, wurde aus verschiedenen Gründen so gewählt. Zum einen sollte das Fest nicht in Konkurrenz zum Stadtfest „3 Tage Marburg“ treten. „Solche Feste müssen auch übers Jahr verteilt werden, sonst findet ja immer alles im Sommer statt“, sagt Laufner. Andererseits sei auch darauf geachtet worden, dass zwei Wochen Zeitabstand zu „Marburg b(u)y Night“ gelassen werden. Nun findet die Veranstaltung rund einen Monat nach Semesterstart statt, „sodass das Semester auch richtig angefangen hat, und nicht direkt, wo die neuen Studenten noch zu sehr beschäftigt sind.“ Bei einem erfolgreichen Verlauf, so Laufner, sei es durchaus vorstellbar die „Pionierveranstaltung“ Campus Marburg regelmäßig stattfinden zu lassen.

von Peter Gassner

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