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Überraschungskonzert für den Landrat

Feuerwehrmusik Überraschungskonzert für den Landrat

Ein beeindruckendes Bild bot sich am Samstagabend vorm Kreishaus: Vor einem sichtlich gerührten Landrat Robert Fischbach (CDU) spielten alle Musikabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Marburg-Biedenkopf ihm zu Ehren eine Serenade.

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Fast so wie beim letzten Zapfenstreich. Die Feuerwehrmusiker aus dem Landkreis boten Landrat Robert Fischbach zu Ehren mit ihren Instrumenten und begleitet von Fackelträgern ein beeindruckendes Bild.

Quelle: Nadine Weigel

Cappel. Robert Fischbach (CDU) war völlig ahnungslos, als er gegen 18 Uhr in Cappel ankam, die Überraschung war gelungen. Wie Stephan Schienbein, Sprecher der Feuerwehren des Kreises, berichtete, hätten die insgesamt 164 Feuerwehrmusiker ein Jahr lang heimlich geübt und den Aufmarsch und die Abendmusik einstudiert.

Gudrun Fischbach, Ehefrau des Landrats, war eingeweiht und anwesend. Robert Fischbach hingegen habe gedacht, einen Ehrungstermin für verdiente Feuerwehrmusiker zu haben.

Foto: Nadine Weigel

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Am 31. Januar 2014 endet die dritte und letzte Amtszeit Fischbachs. „Das Blaulichtmilieu“ wolle vor den offiziellen Verabschiedungen, die noch anstehen, danke sagen für die lange gute Zusammenarbeit, hob Kreisbrandinspektor Lars Schäfer hervor. Anwesend waren auch Vertreter aller anderen Hilfsdienste. Der Landrat und Brandschutzdezernent sei stets ein verlässlicher Partner aller für den Katastrophenschutz zuständigen Organisationen gewesen und habe sich immer für deren Belange eingesetzt. „Und weil Herr Fischbach die Feuerwehrmusik so schätzt“, sei man auf diese Idee gekommen. Schäfer freute sich, dass alle so lange dicht gehalten haben.

Unter der Leitung von Benjamin Klingelhöfer aus Mardorf marschierten sie auf: die Blasorchester der Feuerwehr Marburg, der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhain und der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf, der der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Weidenhausen sowie die Spielmannszüge der Feuerwehr Fronhausen und der Feuerwehr Rauschenberg. Begleitet von Fackelträgern spielten sie den Marsch „Freundschaftsklänge“. Vor dem Kreishaus folgte dann die Serenade, „in Abwandlung zum großen Zapfenstreich“, wie Schienbein erklärte. Zum Abschluss spielten die Musiker „Kein schöner Land in dieser Zeit“.

Robert Fischbach musste schon einige Male schlucken, die Rührung war ihm anzusehen. „Ihr habt mich selten überrascht gesehen, aber heute Abend bin ich es“, sagte er später. „Ich bin sehr berührt, was für ein Empfang.“

Als er die Vorbereitung des imaginären Termins gelesen habe, habe er sich zwar gefragt, was das für eine Ehrung sei, „das hatten wir doch noch nie“, aber misstrauisch sei er nicht gewesen. Fischbach gab abschließend den Dank für eine gute Partnerschaft zurück, denn dieser gehöre den Einsatzkräften. Und es sei wichtig, dass diese weiter wie eine Familie zusammenarbeiteten. „Man arbeitet nur gut wenn man sich gut versteht.“

von Heiko Krause

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