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Übergangsvertrag für Rad-Leihsystem

Call a Bike Übergangsvertrag für Rad-Leihsystem

Der „Call a Bike“-Vertrag zwischen dem Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) und der Bahntochter DB Rent wird bis zum 30. September 2017 verlängert. Verhandlungen für einen Folgevertrag laufen.

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Insgesamt 25 „Call a Bike“-Stationen wie hier an der Ecke Frankfurter Straße/Schwanallee gibt es im Stadtgebiet.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bereits seit Anfang April 2014 sind die weiß-roten Fahrräder im gesamten Stadtbild präsent. Mit dem „Call a Bike“-Modell wurden seit damals von Marburger Studierenden rund 300000 Fahrten zurückgelegt, erläuterte Asta-Verkehrsreferent Cornelius Hansen in einer Pressemitteilung.

Finanziert wird das System, für das die „Deutsche Bahn“-Tochter DB Rent die Räder zur Verfügung stellt, vor allem durch einen Semesterbeitrag von 2,38 Euro, den jeder Marburger Studierender zahlt.

200 Räder stehen jetzt an 25 Stationen in der Stadt, davon hatte die Stadt Marburg noch 50 mitfinanziert. Das Grundprinzip ist einfach: An 25 „Call a Bike“-Stationen in der ganzen Stadt können die Räder abgeholt und wieder abgestellt werden. Über jeden studentischen Account können bis zu drei Räder gleichzeitig ausgeliehen werden.

Die Studierenden haben eine Flatrate: Sie können die Räder beliebig oft nutzen, aber kostenlos immer nur bis zu 60 Minuten pro Ausleihe. Bei einer Zeitüberschreitung wären dann acht Cent pro Minute - also der Normaltarif für Nichtstudenten fällig. Allerdings kann ein Studierender nach einer Pause von einer Viertelstunde theoretisch über die Freischaltung des Accounts wieder das Rad kostenlos nutzen. Nicht nur in Marburg, sondern auch in Großstädten wie Berlin, Frankfurt und Hamburg können so Räder genutzt werden.

Ein zusätzlicher Werbe­anreiz für das „Call a Bike“-System ist, dass über jeden studentischen Account gleichzeitig bis zu drei Räder genutzt werden können. „Das soll dazu dienen, dass auch einmal die Freunde oder Eltern des Studierenden mal mitfahren können“, erklärt Hansen.

Prinzipiell stünden die Räder in Marburg auch Nicht­studierenden zur Verfügung, die dann aber acht Cent pro Minute, höchstens aber eine Tagesgebühr von 15 Euro als Leihgebühr zahlen müssen. Bisher werden die Fahrräder zu mehr als 90 Prozent von Studierenden genutzt, erläutert der Asta-Verkehrsreferent.

"Unser Beispiel hat Schule gemacht"

Die Firma DB Rent ist für die Wartung der Räder und die Überwachung des Systems zuständig. So werden beispielsweise in einem Kleinbus die Räder zwischenzeitlich immer wieder gleichmäßig auf die unterschiedlichen Stationen verteilt. Probleme mit Diebstählen habe es bisher noch nicht gegeben, sagte Hansen.

Die Räder seien schwer und gut gesichert und ihr jeweiliger Standort sei jederzeit über GPS-Ortung nachvollziehbar. Auch Vandalismus-Schäden an den Rädern habe es bisher noch nicht gegeben.

Cornelius Hansen ist insgesamt sowohl mit dem System als auch mit der Kooperation mit DB Rent sehr zufrieden.

Gestartet worden war das Modellprojekt auf gemeinsame Initiative der Studentenvertretungen der Uni Marburg, der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Rhein/Main.

Jetzt wollen sich noch sieben weitere Studierenden-Vertretungen aus Hessen, Niedersachsen und Thüringen dem Verbund anschließen. „Unser Beispiel hat Schule gemacht“, freut sich Hansen.

Deswegen wurde auch der zunächst nur auf eine Laufzeit von drei Jahren konzipierte Vertrag mit DB Rent, der eigentlich im März 2017 ausgelaufen wäre, zunächst nur um ein halbes Jahr zu den bisherigen Konditionen verlängert. Es ist also zunächst nur ein Übergangsvertrag.

Für einen Folgevertrag hoffen die Repräsentanten von nun insgesamt zehn Studierendenvertretungen, dass sie noch bessere finanzielle Bedingungen aushandeln können. So gebe es nun vor allem Verhandlungen mit DB Rent und einem weiteren großen bundesweiten Anbieter derselben Dienstleistung, der Firma „Next Bike“ aus Leipzig.

Der Zuschlag an den Betreiber soll bis zum Frühjahr 2017 erfolgen, kündigte Hansen an. Dabei soll es dann um einen Vertrag mit einer Laufzeit zwischen drei und fünf Jahren gehen.

von Manfred Hitzeroth

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