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UKGM öffnet Radiologie für weitere Patienten

Tod zweier Fachärzte UKGM öffnet Radiologie für weitere Patienten

Auch die Ärzte am Uniklinikum in Marburg trauern um ihre beiden Kollegen. Am Donnerstag erschoss im Diagnostikzentrum in der Bahnhofstraße ein 53-jähriger Radiologe seinen 67 Jahre alten Kollegen und dann sich selbst.

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Der Morgen danach: Marburger zeigen ihre Betroffenheit. Vor dem Hauseingang der Praxis wurden in Gedenken an die Toten Kerzen aufgestellt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die renommierte Praxis ist ab Montag, 19. Dezember, wieder geöffnet und telefonisch erreichbar. Dies bestätigte die Geschäftsführerin Petra Büttner-Partiale gegenüber der OP. Am Freitag bleibe die Praxis aber geschlossen.

Die Mitarbeiter stehen zum Teil noch unter Schock. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen", teilte UKGM-Sprecher Frank Steibli mit.

Der ärztliche Direktor Professor Harald Renz habe erklärt, dass das UKGM den Mitarbeitern und Patienten des Diagnostikzentrums helfen wolle. Patienten, die in diesen Tagen dringend geröntgt oder radiologisch diagnostiziert und behandelt werden müssen, können sich unter anderem an das UKGM wenden.

Sofern die Kapazitäten es zulassen, gibt es laut Steibli Hilfe in der Klinik für Radiologie unter Leitung von Professor Andreas Mahnken und in der Klinik für Nuklearmedizin unter Leitung von Professor Markus Luster.

Patienten, die dringend und notfallmäßig noch vor nächster Woche untersucht werden müssen, melden sich bitte unter der Telefonnummer 0 64 21 / 58 66 256. 

Ein Kameramann filmt am Morgen nach der Bluttat den Eingangsbereich am Ärztehaus Bahnhofstraße 30 in Marburg (Foto: Thorsten Richter)

Die Mitarbeiter der Praxis an der Bahnhofstraße wurden am Donnerstag bis spät in die Nacht von der Polizei befragt. Nach dem Ergebnis der ersten Zeugenbefragungen und der Spurensicherung gibt es keinerlei Hinweise darauf, dass eine weitere Person in die tat verwickelt gewesen wäre.

Wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Marburg, Christian Konrad Hartwig, am Freitagmorgen gegenüber der OP angab, werden die Befragungen am Freitagvormittag fortgeführt.

Inzwischen ist geklärt, dass die waffenrechtliche Erlaubnis des 53-jährigen Radiologen, der am Donnerstag erst seinen Kollegen und dann sich selbst erschoss, auch für die Tatwaffe galt. "Ihm wurde die Waffe als Sportschütze erteilt", sagte Hartwig.

Nach bisherigem Kenntnisstand geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der 53-Jährige die Waffe am Morgen der Tat mit in die Praxis genommen und damit mehrfach auf seinen Kollegen geschossen hat.

Die beiden getöteten Ärzte waren nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen Teilhaber des medizinischen Versorgungszentrums. Es ist weiterhin nicht auszuschließen, dass Auseinandersetzungen über den weiteren Praxisbetrieb Tatmotiv gewesen sein könnte.

Mit einem Ergebnis der umfangreichen gerichtsmedizinischen Untersuchung sei erst Anfang der kommenden Woche zu rechnen, so Hartwig.

Weitere Informationen folgen.

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Zwei Mediziner sterben durch Schüsse in Marburg

Drama in einer Arztpraxis in Marburg: Am Mittag fand die Polizei zwei tote Männer in einer Gemeinschafts-Facharztpraxis in der Bahnhofsstraße 30. Bei der Bluttat hat ein 53-jähriger Mediziner laut Staatsanwaltschaft erst seinen Kollegen erschossen und dann sich selbst.

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Obduktionsbericht
In diesem Ärztehaus in der Bahnhofstraße erschoss am 16. Dezember ein 53-jähriger Radiologe seinen Kollegen und sich selbst. Foto: Thorsten Richter

Der 53-jährige Radiologe feuerte am 15. Dezember insgesamt 14 Schüsse aus nächster Nähe auf seinen Kollegen, wie der endgültige Obduktionsbericht nach der Bluttat im Marburger Ärztehaus ergeben hat. Dies teilte Christian Hartwig, Pressesprecher der Marburger Staatsanwaltschaft, am Freitagmittag mit.

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