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"Tussi Terror" und Bibliotheks-Abenteuer

Kinder drehen Filme "Tussi Terror" und Bibliotheks-Abenteuer

Für gewöhnlich ist Kindertheater etwas eher Einmaliges, das Stück wird geprobt, der stolzen Elternschaft vorgeführt und die Aufzeichnung auf DVD oder Festplatte archiviert.

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Kleine Schauspieler ganz groß: Amely Dubovoy (von links), Merle Schumann, Sarah Neirich, Sonja Warwel, Regisseurin Sabine Kröning, Jonas Neirich, Emma Debus, Samuel Christ, Caroline Jarsch und Noa Preiß.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Sabine Kröning ging jedoch mit ihrer Kindergruppe des Tanzstudios „Fiasko“ von acht bis zwölf Jahren einen großen Schritt weiter. „Die Kinder haben sich selbst in zwei Gruppen jeweils eine Geschichte ausgedacht und dann haben wir daraus zwei Filme gemacht“, so Kröning.

Dafür investierte die Theaterpädagogin, die bereits Erfahrungen als Mitglied von Theater Gegenstand gesammelt hatte, ihre kompletten Sommerferien für Schneidearbeiten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, die beiden jeweils 30 Minuten dauernden Kurzfilme „Tussi Terror“ und „Abenteuer in der Bibliothek“ lockten am Sonntag rund 150 Kinder und Eltern in den Saal des Cineplex.

Im ersten Stück der Mädchen geht es um Gruppenbildung, Ausgrenzung und wie sich Freundschaften verändern, während im zweiten Film ein Geist auf der Suche nach Erlösung durch späte Gerechtigkeit die Jungs auf Trab hält. „Der arme Geist kann nicht in den Himmel, weil er vor 100 Jahren zu Unrecht für einen Mord gelyncht wurde, den er eigentlich gar nicht begangen hat, deswegen sucht er jetzt die Bibliothek heim und die Jungs helfen ihm die Sache aufzuklären“, erklärte Kröning.

Eltern strahlen mit den Kids um die Wette

Die Eltern waren sichtlich begeistert von dem besonderen Einsatz und strahlten mit ihren Kindern um die Wette.

„Meine Tochter war ja schon vorher länger im Tanzstudio angemeldet, aber das war natürlich schon etwas Besonderes, dass man jetzt einen Film hat“, sagte Oliver Jarsch, der als stolzer Papa natürlich bei der Premiere im Cineplex mit dabei war.

Für Kröning ist es das dritte Projekt dieser Art. „Es ist zwar sehr zeitaufwendig, aber für die Kinder ist das natürlich toll, wenn die sich auf der Kinoleinwand sehen. Deswegen planen wir den Film auch noch einmal in der Waggonhalle zu zeigen.“

Insgesamt waren zehn Mädchen und Jungen beteiligt, wovon allerdings nur neun die Premiere besuchen konnten, der kleine Christian Warwel stand parallel nämlich schon wieder bei der „Weihnachtsgeschichte“ auf der Bühne.

von Marcus Hergenhan

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