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„Tugenden“ kommen nach Marburg

Dauerleihgabe „Tugenden“ kommen nach Marburg

Fast 150 Jahre standen die fünf Sandsteinskulpturen in Hatzbach. Jetzt kehren „die zentralen Tugenden“ nach Marburg zurück – fast an den Originalstandort am Firmaneiplatz.

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Noch steht die Skulptur „Der Glaube“ in Hatzbach. Frühestens 2012 wird sie mit weiteren vier Barockfiguren auf dem Marburger Firmaneiplatz einen neuen Standort erhalten.

Quelle: Privatfoto

Marburg. „Liebe, Gerechtigkeit, Glaube, Mäßigkeit, Hoffnung“: Vor 300 Jahren standen im „Lustgarten“ des Deutschen Ordens in Marburg – etwa der Ort des heutigen „Alten Botanischen Gartens“ – fünf überlebensgroße barocke Statuen aus heimischem Sandstein, die in Frauengestalt diese zentralen Tugenden personifizieren.

Kardinal Damian Hugo von Schönborn gab die Skulpturen in Auftrag, die Bildhauer Johann Neudecker d. Ä. entwarf und die der Marburger Bildhauer Johann Friedrich Sommer 1718 umsetzte, erinnerte Dr. Margret Lemberg, Vorsitzende des Marburger Vereins „Barock in Marburg“, an die Geschichte der Figuren. Nachdem Landkomptur Christian von Isenburg die Figuren auf einer Lahninsel aufstellte und so vor den Verwüstungen durch den Siebenjährigen Krieg bewahrte, kamen die Figuren 1860 als Hochzeitsgeschenk in Besitz der Familie von Knoblauch zu Hatzbach, wo sie bis heute auf einer Wiese stehen.

Nun kommen die Skulpturen als Dauerleihgabe zurück nach Marburg. Am Dienstag unterzeichneten Oberbürgermeister Egon Vaupel, Bürgermeister Dr. Franz Kahle und die Brüder Reinhard und Christoph von Knoblauch den Dauerleihvertrag. Er sei dankbar, dass die Skulpturen in Hatzbach durch Abgüsse erhalten bleiben, sagte Reinhard von Knoblauch. „Das ist mehr als eine Erinnerung, das sind Andenken.“ Zugleich lobte er den geplanten neuen Standort mit seinen „historischen Bezügen“ neben dem Ordenshaus und mit Blick auf die Lahninsel.

Information: „Barock in Marburg“, Dr. Margarete Lemberg, Pappelweg 24, 35041 Marburg

von Sonja Lecher

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