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Trinkwasser: E.coli-Ursache weiter unklar

Alarm in Mittelhessen Trinkwasser: E.coli-Ursache weiter unklar

Das Trinkwasser in Marburg sowie weiten Teilen des Landkreises ist weiterhin mit Bakterien verunreinigt. Auch am Sonntag ist der Auslöser für die E.coli-Belastung nicht gefunden worden. Es gibt nach OP-Informationen aber erste Indizien.

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Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Endgültiges steht noch nicht fest“, sagt ein Mitarbeiter des Zentralverbands Mittelhessischer Wasserwerke (ZMW) auf OP-Anfrage. Nach OP-Informationen verdichten sich jedoch die Anzeichen dafür, dass es sich um ein Problem rund um das Wasserwerk Wohratal handelt. Derzeit überprüfen Techniker speziell die Fernleitung 1.1, eine am Werk beginnende und nach Süden über Großseelheim, die Lahnberge (Bauerbach, Schröck, Moischt) und Beltershausen nach Gießen verlaufende Trasse.

„Möglich ist, dass durch eine Undichtigkeit irgendwo auf der Strecke die Verunreinigungen von außen eindringen“, sagt ein ZMW-Sprecher. Laut OP-Recherchen vermuten einige Techniker derzeit, dass der wiederkehrende Starkregen und die darauf folgenden Überschwemmungen der vergangenen Wochen mit dem Eindringen der E.coli-Bakterien in etwaig angerissene Versorgungsleitungen zutun haben.

Stadtwerke: Wasser wird nirgendwo abgestellt

Es werde nun während den andauernden Überprüfungen weiterhin Chlor in die Versorgungsleitungen gegeben, um das bakteriell belastete Wasser zu desinfizieren. Damit die Wirkung schneller eintritt, müssen die Leitungen nach Angaben der Stadtwerke Marburg „ in einer längeren Prozedur durchgespült werden“. Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Kühne widesprach aber Meldungen, nach denen das das Wasser in einigen Straßen und Stadtteilen Marburgs vorübergehend abgestellt werde. "Die Stadtwerke stellen die Wasserversorgung im Zuge der Netzspülung nirgends ab", sagte Kühne.

Wenn die Ursache gefunden und das Problem behoben ist, starten neue Reinheitstests. Erst wenn diese drei Tage in Folge in Ordnung seien, keine Bakterien nachgewiesen werden, können die Behörden den Trinkwasseralarm aufheben, heißt es von den Stadtwerken Gießen auf OP-Anfrage. Solange gelte die ausgesprochene Abkoch-Empfehlung der Gesundheitsämter.

von Björn Wisker

Eine Liste aller betroffenen Städte und Gemeinden finden Sie hier.

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