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Totschlags-Prozess vertagt

Gericht Totschlags-Prozess vertagt

Weil ein Sachverständiger am Montag nicht an der Verhandlung teilnehmen konnte, wurde der Prozess wegen Totschlags gegen einen 22-Jährigen aus Stadtallendorf vertagt.

Marburg. Der Prozess gegen einen 22-jährigen Mann aus Stadtallendorf vor dem Landgericht Marburg wurde am Montag vertagt. Grund dafür war, dass ein Sachverständiger nicht an der Gerichtsverhandlung teilnehmen konnte. Nach Beratung waren sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht einig, dass der Sachverständige die Ausführungen des Angeklagten hören sollte.

In diesen Ausführungen gehe es unter anderem um die Bezeichnung des Angeklagten als "Bastard". Diese Beleidigung sei im türkischen Kulturkreis, aus dem sowohl Angeklagter als auch Opfer stammten, sehr schwerwiegend. Deshalb sollte der Sachverständige bei der Aussage des Angeklagten anwesend sein, regte die Verteidigung an.

Der 22-Jährige ist angeklagt, im Oktober 2008 seinen 35 Jahre alten Stiefvater nach einem Streit in der Wohnung der Mutter erstochen zu haben (die OP berichtete). Die Anklage lautet auf Totschlag. Der Prozess soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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