Am Ende einer Notfall-Operation kam es am Dienstag im Marburger Uni-Klinikum zu einer Verwechslung bei der Bluttransfusion für einen 75-jährigen Patienten, der anschließend starb.
Marburg. Auch nach dem vorläufigen Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin wollte sich Annemarie Wied, Sprecherin der Marburger Staatsanwaltschaft, noch nicht auf eine mögliche Todesursache festlegen. Ein allergischer Schock aufgrund einer falschen Bluttransfusion komme ebenso als mögliche Todesursache in Frage wie andere Ursachen, die Wied nicht benennen wollte.
In einer ersten Stellungnahme der Uni Klinikum Gießen und Marburg GmbH hatte es am Mittwoch vor einer Woche geheißen, es sei „aufgrund eines individuellen menschlichen Versagens zu einer Verwechslung bei der Transfusion beim Patienten gekommen“. Der Patient war nach Informationen der OP am Ende einer siebenstündigen bis zur falschen Infusion erfolgreich verlaufenen Operation gestorben.
Wied betonte gegenüber der OP, es werde nun wegen eines Anfangsverdachts auf fahrlässige Tötung ermittelt – allerdings noch gegen Unbekannt.
von Manfred Hitzeroth
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Kommentare
Drumrumgequatsche Ich heute – 04.09.10
Das was die Staatsanwaltschaft, die Polizei und vor allem das Klinikum machen, ist dummes drumherumgeqatsche. Die Ursache ist mit einem Satz punktgenau ausgedrückt:Maßlose Schlamperei im Klinikum. Punkt.