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Thema berufliche Zukunft ist angesagt

Ansage Zukunft! Thema berufliche Zukunft ist angesagt

Startschuss für die „Ansage Zukunft!“: 46 Aussteller aus Wirtschaft und Unternehmen nutzen die zweitägige Bildungsmesse, um Bewerber und Interessierte kennenzulernen und persönlich mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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Reges Treiben in der großen Georg-Gaßmann-Halle. Am Sonntag, dem ersten Tag der Bildungsmesse "Ansage Zukunft!", informierten sich rund 800 Besucher über alles rund um das Thema Beruf und berufliche Weiterbildung.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Rund 800 Besucher waren bereits gestern in die Halle der Kaufmännischen Schulen gekommen, um sich am ersten Messetag über die verschiedenen Wege der Berufsausbildung und Wiedereinstiegsmöglichkeiten zu informieren.

„Als ich vor 50 Jahren ins Berufsleben eingestiegen bin, gab es weniger Schubladen als heute“ erinnert sich Oberbürgemeister Egon Vaupel. Gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt hat er auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für die Bildungsmesse „Ansage Zukunft!“ übernommen. Heute hingegen gäbe es eine Vielzahl von Berufsmöglichkeiten. „Die Berufsbiografien sind differenzierter geworden“, so Fründt.  

Berufe sind vielschichtiger geworden

Wie vielschichtig die Berufe geworden sind, lässt sich zum Beispiel am Bäckereigeschäft erkennen. Bürokaufmann, Bäcker, Konditor oder Backereifachverkäufer – viele Interessierte, die sich am Messestand von „Schäfers Backstuben“ erkundigen, seien überrascht von den vielen Ausbildungsmöglichkeiten, die die Marburger Traditionsbäckerei inzwischen anbietet. „Einige wissen gar nicht, wie vielfältig der Beruf ist“, sagt Schäfers-
Filialleiterin Manuela Müller. Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, reiche oft ein Hauptschulabschluss.

Anders ist das bei der Polizei. „Wer sich bei uns bewirbt, braucht ein Abitur“, macht Martin Ahlich, der mit seinem Kollegen Erich Müller von der Polizeidirektion Wetterau den Polizeistand ein paar Meter entfernt betreut, den Interessierten deutlich. „Viele, die gerade Abitur machen, informieren sich jetzt schon über ihre beruflichen Möglichkeiten“, fällt Ahlich auf.

So wie Timon und Elisa Rhein. „Eigentlich würde ich gern Wirtschaft studieren“, sagt der Abiturient. „Aber ich will mich auch über andere Berufsfelder informieren.“ Seine Schwester Elisa schwankt noch zwischen den Studienfächern Erziehungswissenschaften und Chemie. Am Infostand der Philipps-Universität Marburg habe sie sich gerade über beide Studiengänge informiert.

Auch die Mitarbeiter der Technischen Hochschule (THM) haben auf der Messe alle Hände voll zu tun. Die Geschwister Peter und Kristina haben sich hier gerade über duale Studiengänge informiert. „Sie haben vor einem Jahr ihr Abitur in Polen gemacht und jobben seitdem übergangsmäßig hier“, erklärt ihre Cousine Laura, die schon länger in Marburg lebt und sie zur Messe begleitet hat. Nun würden sie gern studieren – am liebsten dual, weil sie so schon während des Studiums Geld verdienen könnten.

Dass Menschen wie Peter und Kristina in der Region Fuß fassen können, ist ein wichtiges Anliegen der Bildungsmesse. In seiner Eröffnungsrede erklärt Roger Schneider, Anzeigenleiter der HITZEROTH Druck und Medien: „Auch Menschen mit Migrationshintergrund brauchen umfassende Angebote, damit sie eine Chance haben, sich eine Existenz in unserem Land aufzubauen.“

Wer auf der Suche nach einer Ausbildung ist oder beruflich wiedereinsteigen möchte, kann sich am Stand von Mittelhessen Connect mit Hilfe der Mitarbeiter ein Profil erstellen. Anhand eines „Talent Scores“ werden die dort angegebenen Werte und Interessen mit allen Jobprofilen der Datenbank abgeglichen, so dass man prozentgenau erfährt, wie gut man zu einem Job passt. „Es ist wie eine Partnerbörse, nur für Arbeitssuchende“, erklärt Mitarbeiter Benedikt Golasch das Prinzip.

„Der persönliche Kontakt ist mehr als Gold wert“

Der Vorteil: Viele Jobangebote stammen von den Unternehmen, die auch auf der Bildungsmesse vertreten sind. Passt also ein Profil auf eine Stelle, kann man sich direkt bei dem jeweiligen Unternehmen vorstellen. Dieser Weg sei oft erfolgreicher als der über die Post, wie Golasch erklärt. „Der persönliche Kontakt ist mehr als Gold wert.“

Den persönlichen Kontakt suchten auch viele zum Karriere- und Bewerbungsexperten Jürgen Hesse, der den Messebesuchern neben einem Vortrag auch individuelle Bewerbungsmappen-Checks anbot.

Hintergrund
Die „Ansage Zukunft!“ hat auch am Montag, den 13. April 2015 von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Informationen zum Programm und über die Aussteller erhalten Sie im Internet auf www.ansage-zukunft.de oder direkt vor Ort.

von Ruth Korte
 

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