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Teststrecke soll geprüft werden

Autonome Autos Teststrecke soll geprüft werden

Marburg als Verkehrs-Vorreiter? Die Universitätsstadt könnte zum Testgebiet für Autonomes Autofahren werden. Der Magistrat soll die Ausweisung einer Strecke von der Innenstadt auf die Lahnberge prüfen.

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Wird es in Marburg eine Teststrecke für Autonomes Autofahren geben? Im Juli fuhr ein „Erlkönig“ zur Probe.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Ideale Testbedingungen“ bietet die Stadt laut der Zählgemeinschaft „Bürger für Marburg“ und SPD, die einen entsprechenden Antrag im Verkehrsausschuss einbringen werden. Die Lahnberge seien ein „besonders kritischer Verkehrsknotenpunkt“, der ein - 2010 ermitteltes - tägliches Pendleraufkommen von 11000 Personen habe. Derzeit seien es schätzungsweise 15000 Pendler pro Tag, Tendenz steigend. Zum anderen bietet die Topografie eine Herausforderung, die mit der derzeitigen Autonomie-Fahr-Teststrecke (A9 bei München) nicht zu vergleichen sei. Nur die Verkehrssicherheit müsse gewährleistet sein.

Die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, im Hintergrund viele Wirtschaftsunternehmen, treiben das Projekt voran. Mitte Juli fuhr zum ersten Test im Rahmen eines Videodrehs bereits ein „Erlkönig“ auf der Panoramastraße. Neben Umweltschutzgründen - einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes - nennt die Kammer mehrere Argumente für eine Ausweisung einer Teststrecke in Marburg: Mit Hilfe des Automatik-Autofahrens könnte künftig die Parkplatzsuche massiv gemildert werden, die „ständige Überlastung“ der Stadt würde der Vergangenheit angehören. „Hier kann ein Technologie- und wirtschaftlich interessantes Potential schlummern“, heißt es im Antrag von SPD und BfM. Auch, weil andere Städte Marburg nachahmen könnten - Bad Hersfeld hat ebenfalls Interesse, als Testgebiet zu fungieren - und die Stadt so zu einem Wirtschaftsfaktor im Automobilbereich werden könnte.

von Björn Wisker

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