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Terra Tech unterstützt Schulprojekt

Hilfe für Ebola-Gebiet Terra Tech unterstützt Schulprojekt

Das Afrika-Festival auf dem Gelände der Marburger Waggonhalle wird immer populärer. Nicht nur die Besucherzahlen stiegen dieses Jahr, sondern auch die Spendeneinnahmen. Gut 1500 Euro gehen an ein Projekt in Sierra Leone.

Marburg. Insgesamt 1527,33 Euro blieben als Erlös für die Projekte der Marburger Hilfsorganisation beim Afrikafest im August übrig, das ist doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Der Erfolg stimmt optimistisch: „Wir freuen uns über so einen großen Zuspruch“, sagt Dr. Gangolf Seitz, Vorstandsvorsitzender von Terra Tech. Mit den Erlösen aus der Veranstaltung werden wiederum Hilfsprojekte in Afrika unterstützt. In diesem Jahr ist ein Projekt in Sierra Leone Nutznießer.

Besonders freuen kann sich darüber Leonie Dylla. Sie ist die Projektleiterin des Schulprojekts in Westafrika, für das die Spendengelder verwendet werden. Sie war nach dem Abschluss ihres Studiums für ein halbes Jahr nach Sierra Leone gegangen, um dort das Projekt „Child Friendly School“ vor Ort mit aufzubauen und umzusetzen. Das Projekt betrifft zehn bereits bestehende Schulen, deren Aufbau und Strukturen verbessert werden sollen. Die Schulen befinden sich in abgelegenen Dörfern im Osten des Landes.

In Zusammenarbeit mit der einheimischen Organisation „Development Initative Programme“ werden vor allem Lehrkräfte geschult, um den Unterricht kinderfreundlicher zu gestalten.

Gleichzeitig soll eine Sensibilität für benachteiligte Kinder geschaffen werden. Hierbei handelt es sich größtenteils um Mädchen und Kinder aus finanziell schwächeren Familien. Des Weiteren wird das Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben startete im Dezember 2013. Es musste allerdings aufgrund des Ausbruches des Ebola-Viruses in der Region unterbrochen werden. Sobald möglich, soll das Projekt aber fortgesetzt werden.

Dieses Engagement ist auch im Sinne von Terra Tech. Der Grundsatz des Vereins ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Damit keine direkte Abhängigkeit entsteht, sind die geförderten Projekte zeitlich begrenzt. Bereits seit 1986 organisiert Terra Tech sowohl in Asien, Afrika, Süd- und Mittelamerika, als auch in Südosteuropa Projekte im Bereich Sofort- und Entwicklungshilfe. Bislang wurden mehr als 200 Projekte durchgeführt.

Nach Abschluss des Projekts möchte auch Leonie Dylla noch einmal nach Sierra Leone reisen. Eine weitere Zusammenarbeit mit der einheimischen Organisation ist geplant. Die Hilfe für Afrika ist somit noch lange nicht beendet.

von Olga Scheer

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