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Terra Tech kommt Flutopfern zu Hilfe

Bosnien-Herzegowina Terra Tech kommt Flutopfern zu Hilfe

Die Fluten haben auf dem Balkan Tod und Zerstörung hinterlassen: Terra Tech kooperiert im bosnischen Kanton Zenica-Doboj mit der Awo International und dem bosnischen Partnerverein Humanost, um die Not der Menschen zu lindern.

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Wenn das Wasser geht, wird die Zerstörung sichtbar. Terra Tech hilft mit seinen bosnischen Partnern im Bosna-Tal bei den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau. Fotos: Humanost

Marburg. Die Arbeiten konzentrieren sich vor Ort auf das Bosna-Tal zwischen Zenica und Maglaj, das nördlich von Sarajevo liegt, berichtet Christian Schmetz von der Marburger Hilfsorganisation. Ein Team des bosnischen Partnervereins Humanost hat sich in der Region einen Überblick über die Situation verschafft und wird koordinieren, wie man den Menschen dort helfen kann. „Die bisherigen Eindrücke sind verheerend“, sagt Schmetz. Die Gemeinde Maglaj wurde am härtesten getroffen. Neben Wohnhäusern wurde hier vor allem auch die öffentliche Infrastruktur stark zerstört. Die Gemeindeverwaltung, Schulen, die Polizeistation und Kliniken sind teils unbrauchbar geworden. Schnelle Hilfe ist hier auch deswegen nötig, weil die Seuchengefahr erheblich ist, zum Beispiel durch noch nicht geborgene Tierkadaver oder freigeschwemmte Milzbrand­erreger aus dem Boden. In Zavidovici sind rund 300 Häuser unbewohnbar geworden. Darüber hinaus werden 3000 Menschen auf Nahrungsmittelhilfe von außen angewiesen sein. Žepce meldet Bedarf an Kraftstoff, damit die umliegenden Gemeinden mit Hilfslieferungen versorgt werden können. Ab Juni könnte es einen Nahrungsmittelengpass für bis zu 2000 Menschen geben, so Schmetz. Als erstes werden die Helfer von Humanost in Maglaj mit Säuberungsarbeiten beginnen, um den Wiederaufbau vorzubereiten. Darüber hinaus sollen Hygieneartikeln, Desinfektions- und Lebensmitteln verteilt werden.

Terra Tech hat dafür eine Soforthilfe von 10000 Euro zur Verfügung gestellt, Awo International 5000 Euro. Dennoch werden dringend weitere Spenden benötigt, so Schmetz. Um dafür zu werben, bereitet der Verein beim Marburger Hafenfest (28. Mai bis 1. Juni) gemeinsam mit der Stadt Marburg eine Aktion vor, die über die Hilfsaktion informiert und unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters steht - unter dem Arbeitstitel „Marburg solidarisch mit den Flutopfern auf dem Balkan“. Während Terra Tech in Bosnien aktiv ist, ist die Stadt aus Serbien um Hilfe gebeten worden.

von Michael Agricola

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